Winter: Versicherungen zum eigenen Schutz

Seit diesem Wochenende hält der Winter nun auch in Deutschland Einzug. War der November bisher von eher warmen Temperaturen geprägt, fielen nun sogar die ersten Schneeflocken. Die kalte Jahreszeit beginnt und damit auch die Risiken, die Schnee und Eis mit sich bringen. Passanten verletzen sich auf ungeräumten, ungestreuten Gehwegen und Autofahrer werden mit vereisten Straßen konfrontiert. Doch sind dies nicht die einzigen Unfallquellen der dunklen Jahreszeit. Gerade deshalb sollte auch privat für den Fall der Fälle vorgesorgt werden.

Der Schutz der gesetzlichen Unfallversicherung

Stürzt ein Fußgänger auf dem Arbeitsweg aufgrund eines ungestreuten Gehwegs und verletzt sich dabei, werden die Behandlungskosten meist von der gesetzlichen Unfallversicherung bzw. der Krankenversicherung übernommen. Doch dies ist nicht immer der Fall, denn die Versicherungen prüfen in der Regel, ob sie überhaupt zur Kostenübernahme verpflichtet sind.

Denn hat ein Hausbesitzer den vereisten Gehweg vor seiner Tür nicht vorschriftsgemäß gestreut, muss er für den Unfall der Privatperson haften. Hat sich der Passant verletzt, kann dies schnell sehr teuer werden. Um sich vor solch hohen Kosten zu schützen, benötigen Hausbesitzer eine private Haftpflichtversicherung. Diese übernimmt die Kosten im Schadensfall bis zur Höhe der vereinbarten Versicherungssumme. Handelt es sich um ein Mehrfamilienhaus, wird im Schadensfall eine Grundbesitzerhaftpflichtversicherung benötigt. Diese Versicherungen übernehmen beispielsweise auch dann die Schadenskosten, wenn bei Sturm ein Dachziegel herunterfällt und dieser einen Fußgänger verletzt.

Frostschäden nicht unterschätzen

Doch nicht nur außerhalb der eigenen vier Wände kann der Winter für Ärger sorgen. Auch innerhalb des Hauses kann gerade Frost zu einem großen Problem werden. Die Kosten für Frostschäden an Heizungs- oder Wasserrohren werden in der Regel durch den Abschluss einer Wohngebäudeversicherung abgedeckt. Allerdings sollte dabei unbedingt darauf geachtet werden, dass auch Schäden durch Leitungswasser von einer solchen Versicherung übernommen werden.

Kommt es aufgrund des Frostschadens an der Wasserleitung zum Austritt von Leitungswasser, das zur Beschädigung von Möbelstücken führt, kommt für die entstandenen Schäden am Inventar in der Regel die private Hausratversicherung auf. Kann dem Mieter bzw. Eigentümer jedoch grobe Fahrlässigkeit nachgewiesen werden, kann die Versicherung häufig nicht nur die Leistung kürzen, sondern diese unter Umständen auch vollständig verweigern. Beispielsweise müssen sowohl Mieter als auch Eigentümer regelmäßig überprüfen, ob ihre Heizung noch ordnungsgemäß funktioniert .

Elementarschäden separat versichern

Beim Abschluss von Hausrat- und Wohngebäudeversicherungen kann in der Regel optional auch jeweils eine Elementarversicherung mit abgeschlossen werden. Diese deckt Schadenskosten ab, die durch die Auswirkungen von Naturereignissen entstanden sind, z.B. durch Hochwasser, Schneedruck, Starkregen oder Rückstau. Je nach Art der Versicherung wird entweder das Gebäude oder das Eigentum des Versicherungsnehmers abgesichert. Die genauen Inhalte und übernommenen Naturereignisse sollten vorab dem entsprechenden Angebot entnommen werden.

Elementarversicherung innerhalb der Hausratversicherung

Wird die Hausratversicherung mit einer Elementarversicherung ergänzt, so wird durch diesen Zusatz der vollständige Hausrat des Versicherungsnehmers abgesichert. Dabei übernimmt die Versicherung häufig nicht nur anfallende Reparaturkosten für das beschädigte Inventar, sie erstattet meist auch die Kosten zur Wiederbeschaffung zerstörter Gegenstände. Da sowohl Mieter als Immobilieneigentümer über Hausrat verfügen, lohnt sich der Abschluss einer solchen Versicherung in der Regel für beide Parteien.

Elementarversicherung innerhalb der Wohngebäudeversicherung

Die zweite Möglichkeit einen Elementarschutz zu vereinbaren, besteht bei Abschluss einer Wohngebäudeversicherung. In diesem Fall erstreckt sich der Schutz der Versicherung auf Reparaturen am Haus bzw. Gebäude des Versicherungsnehmers. Auch Nebengebäude können in diesem Zuge mitversichert werden. Entscheidend ist hierbei der Versicherungsumfang des jeweiligen Tarifes. In der Regel werden auch Totalschäden von der Elementarversicherung beglichen, so dass die Kosten für den Bau einer gleichwertigen Immobilie von der Versicherung getragen werden. Sowohl die Wohngebäudeversicherung als auch die ergänzende Elementarversicherung lohnen sich in diesem Fall nur für Immobilieneigentümer bzw. Vermieter.

Verschneite Straße, im Hintergrund Häuser

Die Kfz-Versicherung im Winter

Gerade bei glatten Fahrbahnen kann das Autofahren im Winter schnell zur Herausforderung werden. Ergänzt man die verpflichtende Kfz-Haftpflichtversicherung mit einer Teil- oder Vollkaskoversicherung, werden nicht nur die bei Dritten verursachten, sondern auch einige eigene Schäden von der Kfz-Versicherung übernommen. Hierzu gehören in der Regel auch Elementarschäden, die beispielsweise durch starken Hagel oder sonstige Naturereignisse verursacht werden. Zudem ist meist auch Glasbruch bereits über eine Teilkaskoversicherung abgedeckt.

Doch sollte auch hier das Ausmaß des eigenen Verschuldens berücksichtigt werden, denn wer bei winterlichen Wetterverhältnissen noch immer mit Sommerreifen unterwegs ist, kann unter Umständen bei der Erstattung des entstandenen Schadens Schwierigkeiten bekommen.

Der Winter birgt viele Risiken

Da gerade im Winter die Licht- und Wetterverhältnisse viele Risiken bergen, sollte man sich rechtzeitig um ausreichenden und umfassenden Versicherungsschutz kümmern. Denn nicht nur Glätte, Schnee und Eis, sondern auch die schlechten Lichtverhältnisse steigern das Unfallrisiko. Und das nicht nur für Auto- und Fahrradfahrer, sondern auch für Fußgänger. Ein Versicherungsvergleich hilft dabei, die passenden Tarife und damit den zur individuellen Situation passenden Versicherungsschutz zu finden.