Familie am Heiligen Abend
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Wann zahlt die Versicherung? Die Festtagsfreude genießen

Advent, Advent ein Lichtlein brennt oder auch gleich mehrere, denn gerade im Dezember finden sich nicht nur viele Lichterketten, sondern auch Kerzen, Christbäume und Adventskränze in Deutschlands Wohnzimmern. Potenzielle Gefahrenquellen, die stets eine gewisse Brandgefahr mit sich bringen. Doch auch Silvester birgt so manche Tücken. Denn nicht nur verirrte Böller können für Ärger sorgen. Auch Wunderkerzen und Tischfeuerwerk haben das Potenzial, die Festtagsfreude in ein Festtagsdesaster zu verwandeln. Gut, wenn in einem solchen Fall die zuständige Versicherung einspringt.

Feuer und Flamme für Weihnachten

Gerade zur Weihnachtszeit machen es sich viele Menschen bei Kerzenschein in den eigenen vier Wänden bequem. Doch bergen Christbaum, Adventskranz und Co. auch einige Gefahren. Denn schon ein paar Minuten Unachtsamkeit reichen aus, damit etwas in Brand gerät. Steht beispielsweise der Christbaum in Flammen, greift hierfür in der Regel die Hausratversicherung. Allerdings nur, wenn der versicherten Person keine grobe Fahrlässigkeit nachgewiesen werden kann. Denn in einem solchen Fall muss die Versicherung die entstandenen Kosten nicht tragen. Dabei ist häufig bereits von grober Fahrlässigkeit die Rede, wenn eine brennende Kerze über einen längeren Zeitraum (meist rund 15 Minuten) nicht unter Beobachtung steht. Der Geschädigte ist nicht der allgemein üblichen Sorgfalt bzw. Vorsicht nachgekommen und erhält den Schaden damit nicht von der Hausratversicherung erstattet.

Setzt ein Tischfeuerwerk Möbel oder Vorhänge in Brand und zerstört dabei auch noch die Weihnachtsgeschenke, werden in der Regel nicht nur der Löschwasserschaden, sondern auch die kaputten Weihnachtsgeschenke ersetzt. Auch ein feuriger Kochunfall, dem die Weihnachtsgans zum Opfer fällt, ist meist mitversichert, wenn dabei Teile der Kücheneinrichtung beschädigt werden.

Den Weihnachtsbaum transportieren

Häufig wird der Weihnachtsbaum auf dem Dach des Autos nach Hause transportiert. Ein Unterfangen, das nicht immer von Erfolg gekrönt ist. Denn ist der Baum nicht richtig festgebunden und es muss plötzlich stark gebremst werden, ist er schnell auf das Auto direkt vor einem gerutscht. Doch auch in einem solchen Fall muss man nicht verzweifeln, denn in der Regel kommt die Kfz-Haftpflichtversicherung für den beim Vordermann entstandenen Schaden auf.

Haustier demoliert Weihnachtsbaum

Ein schöner Anblick: Der Christbaum steht reichlich geschmückt, in voller Pracht und mit Geschenken darunter im Wohnzimmer. Er leuchtet, funkelt und glitzert in der Abenddämmerung. Da nimmt die Weihnachtsstimmung ein jähes Ende, indem der Vierbeiner beim Spielen gegen den Christbaum stößt und der Baum, samt Kugeln, klirrend zu Boden fällt. Handelt es sich dabei um das eigene Haustier, müssen die Eigentümer selbst für den Schaden aufkommen. Gehört das Haustier einem Besucher, deckt in der Regel dessen Tierhalter- bzw. Hundehaftpflicht die entstandenen Kosten ab.

Wenn Kinderherzen höher schlagen

Gerade von Kindern wird das Weihnachtsfest meist mit großer Vorfreude erwartet. Liegt dann auch noch das langersehnte Weihnachtsgeschenk unter dem Tannenbaum, ist der Tag schon nahezu perfekt. Wird der von Herzen herbeigesehnte Fußball schließlich gleich ausprobiert und trifft beim zweiten Schuss das Nachbarfenster, sollte man möglichst eine private Haftpflichtversicherung haben. Sind die Kinder in der Police entsprechend mit abgesichert, übernimmt diese die Kosten für die zerdepperte Fensterscheibe.

Junges Paar auf Weihnachtsmarkt

Rempler auf dem Weihnachtsmarkt

Oft sind regionale Weihnachtsmärkte gut besucht. Dicht an dicht stehen die Menschen an den Buden und trinken Glühwein. Da kann eine spontane, ruckartige Bewegung schnell unschöne Konsequenzen haben, wenn man plötzlich den Glühwein des Nebenstehenden über den Mantel geschüttet bekommt. In der Regel übernimmt dann die private Haftpflichtversicherung dieser Person die Kosten für die Reinigung des Mantels. Kann der Mantel nicht mehr vollständig wiederhergestellt werden, erhält die geschädigte Person in der Regel den Wert, den der Mantel zum Zeitpunkt der Beschädigung hatte, von der Versicherung, jedoch nicht den Anschaffungspreis.

Rutschpartie vor der Haustüre

Räumen bzw. streuen Mieter oder Eigentümer im Winter nicht rechtzeitig, kann das für beide Parteien teuer werden. Rutscht beispielsweise der Postbote auf dem glatten Gehweg aus und verletzt sich dabei, kann er nicht nur Schmerzensgeld, sondern auch Schadenersatz fordern. Und das kann ganz schön teuer werden. Während beim Mieter in der Regel die private Haftpflicht für den entstandenen Personenschaden aufkommt, greift beim Hauseigentümer meist die Haus- und Grundbesitzerhaftpflicht.

Heizung anschalten ist sinnvoll

Steht über die Weihnachtstage der Besuch bei den Großeltern an, sollte bei frostigen Temperaturen auch in Abwesenheit geheizt werden. Auf diese Weise besteht Frostschutz für die Wasserleitungen innerhalb und am Gebäude selbst. Kommt es dennoch zu undichten Wasserleitungen und damit zu einem Leitungswasserschaden, kommt in der Regel die Hausratversicherung für die Schadenskosten auf. Sind Schäden an der Gebäudesubstanz entstanden, ist dies meist ein Fall für die Wohngebäudeversicherung.

Wird die Familie nach der Rückkehr jedoch mit einem ausgeraubten Haus konfrontiert, sollte umgehend die Polizei gerufen und in der Zwischenzeit nichts berührt werden, um die Spurensicherung nicht zu erschweren. Eine Liste aller gestohlenen und beschädigten Gegenstände hilf dabei nicht nur den polizeilichen Ermittlungen, sondern auch der Hausratversicherung bei der Regulierung des entstandenen Schadens. Damit der Hausrat auch in ausreichender Höhe abgedeckt ist, sollte der Wert des Inventars regelmäßig überprüft werden. Denn vor allem die teuren Neuanschaffungen können zum Übersteigen der bisherigen Versicherungssumme führen.

Frohes Neues Jahr mit angesenktem Mantel

Am 31. Dezember, pünktlich um 0 Uhr, wünschen sich Familienmitglieder, Freunde und Bekannte alles Gute für das Neue Jahr. Viel Glück, Erfolg und Gesundheit. Während sich alle mit glitzernden Wunderkerzen in der Hand umarmen, kann schonmal ein Funke überspringen und ein Loch in die Jacke des Gegenübers brennen. Den verursachten Schaden übernimmt in der Regel die private Haftpflichtversicherung. Dies ist auch der Fall, wenn Knallkörper versehentlich ein Auto beschädigen.

Ist man selbst das Opfer, und die Person, die den Schaden verursacht hat, kann nicht ermittelt werden, wird der Schaden meist durch die eigene Teilkaskoversicherung übernommen. Handelt es sich bei der Beschädigung um vorsätzlichen Vandalismus, hilft in der Regel nur noch eine Vollkaskoversicherung weiter.

Junge Leute feiern Neues Jahr

Verirrtes Feuerwerk trifft Wohngebäude

Nicht immer hat man die Kontrolle über die Flugbahn der Feuerwerkskörper. So kommt es vor, dass sich Raketen in Fenster verirren oder Knallkörper Balkone und Gartenhütten beschädigen. Erleidet ein Hausbesitzer einen Sachschaden an nicht beweglicher Habe durch explodierendes Feuerwerk, werden die Kosten meist von der Wohngebäudeversicherung getragen. Beschädigt der irrgeleitete Feuerwerkskörper eine Mietwohnung, ist der Vermieter zu verständigen. Die Reparaturkosten werden in diesem Fall von dessen Gebäudeversicherung übernommen.

Wenn Menschen verletzt werden

Gerade durch Feuerwerkskörper an Silvester können nicht nur Gegenstände beschädigt, sondern auch Menschen verletzt werden. Hat man nach dem Feuerwerk beispielsweise taube Ohren, übernimmt die Krankenkasse in der Regel die Kosten für die Behandlung. Für bleibende Schäden ist eine private Unfallversicherung oder eine Berufsunfähigkeitsversicherung zuständig. Ist eine dritte Person für den entstandenen Personenschaden verantwortlich, übernimmt deren private Haftpflichtversicherung in der Regel die Kosten.

Gut abgesichert durch die Festtage

Die winterlichen Festtage halten allerlei Risiken bereit. Doch braucht man sich bei ausreichender Sorgfalt und umfassendem Versicherungsschutz keine Sorgen um die finanziellen Konsequenzen möglicher Unfälle machen. Denn solange weder grobe Fahrlässigkeit noch Vorsatz vorliegen, gibt es in der Regel keine Probleme bei der Schadensregulierung. Nichts desto trotz sollte man sich über die Gefahren während der Festtage im Klaren sein und kein unnötiges Risiko eingehen. Auf diese Weise werden Weihnachten und Silvester zu besinnlichen, freudigen Ereignissen und das Festtagsdesaster bleibt aus.

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