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Urlaub in vollen Zügen genießen mit der Sonnenversicherung!

Endlich Urlaubszeit! Meer, Strand, Sonne – für viele sind das die drei Zutaten für den perfekten Sommerurlaub. Und wo könnte man das alles besser genießen als in bella Italia? Jedes Jahr zieht es tausende Deutsche an die Küsten und Strände Italiens. Bei Pizza und Eis kann man dann das dolce far niente genießen und die Seele baumeln lassen.

Die Postkartenidylle kriegt aber ganz schnell Risse, wenn die Sonne hinter dunklen Wolken verschwindet. Regen im Urlaub, vor allem wenn er länger anhält, trübt die gute Sommerlaune und führt schnell zu Frust statt Badelust. Der italienische Badeort Pesaro nimmt den Regentagen im Urlaub nun den Schrecken: Mit einer Sonnenversicherung.

Sonnenschein inklusive

Vor allem deutschen Urlaubern wird die clevere Idee von Pesaros Bürgermeister Matteo Ricci gefallen. Eine Versicherung gegen schlechtes Wetter – da sind die deutschen Versicherungsliebhaber begeistert. Denn so kann man, wenn es schon regnet, wenigstens noch einen Ausgleich erhalten. Doch wie können Urlauber von der Sonnenversicherung profitieren und lohnt sich das überhaupt für die Stadt Pesaro?

Es regnet? Komm einfach wieder!

Viele Urlaubsorte versprechen in ihren Prospekten und Werbeanzeigen garantierten Sonnenschein, nicht immer können sie aber dieses Versprechen halten. Bürgermeister Matteo Ricci ist dennoch von der Gunst der Sonne überzeugt und zwar so sehr, dass er Besuchern die Sonne garantiert. Sollte es dennoch den Urlaub verregnen, dürfen Betroffene noch einmal für ein Wochenende kommen – und zwar auf Kosten der Stadt Pesaro. Da freut sich das Urlauberherz, oder doch nicht?

Versicherungsklauseln auch bei Sonnenversicherung

Wie bei jeder anderen Versicherung gibt es auch beim garantierten Sonnenschein in Pesaro einige kleine Klauseln. So ist genau definiert, was als Regen gilt und was nicht. Wie viel es regnen muss und wie lange, um einen Anspruch auf das Ersatzwochenende zu erhalten, ist ebenfalls festgehalten. Und dann wäre da noch der Buchungszeitpunkt: Wer kurzfristig anreist, um eine Schlechtwetterfront auszunutzen, hat Pech gehabt. Nur bei Buchungen mindestens eine Woche vor der Ankunft in Pesaro, kann man Gebrauch von der besonderen Urlaubsversicherung machen.

Menschen tanzen und springen am Strand im Sonnenuntergang

Cleverer Marketing-Gag oder teurer Spaß?

Auch an den Urlaubsorten der Adria geht die Wirtschaftskrise nicht spurlos vorbei. Die Gewinne sinken, auch wenn man das bei den überfüllten Stränden in Rimini und Co. kaum glauben mag. Der erste Schritt von Bürgermeister Matteo Ricci war daher eine Saisonverlängerung. Restaurants und Hotels öffneten länger den Touristen ihre Pforten. Schließlich hat das Adriastädtchen noch mehr zu bieten als nur Sand, Strandliegen und angenehm temperiertes Meer.

Der nächste Schritt war das Aushandeln der Sonnenversicherung. Ein cleverer Schachzug, der ein absolutes Alleinstellungsmerkmal im hart umkämpften Tourismusmarkt an der Adria ist. Auch wenn es in allen Küstenstädten oft gleichzeitig regnet, erhält man nur in einer Stadt eine Entschädigung für das schlechte Wetter. Und allein das macht den Regen gleich ein wenig freundlicher. Nicht umsonst boomen Geld-zurück- und Zufriedenheits-Garantien auch in anderen Sparten, von Joghurt bis Girokonten.

Erst rechnen, dann versichern

Was für den Otto-Normalverbraucher gilt, ist auch bei ganzen Städten nicht verkehrt. Die Kosten, Klauseln und der Nutzen einer Versicherung sollten vorab genau überprüft werden. Bei Standardprodukten, wie einer Haftpflichtversicherung, ist das noch einfach, aber wie macht man das bei der Sonnenversicherung?

Die genauen Details gibt die Stadt nicht bekannt, nur dass sich Bürgermeister, Versicherung plus die zahlreichen Hotel- und Restaurantbesitzer regelmäßig getroffen haben, um gemeinsam zu rechnen und abzuwägen. Am Ende ist man sich wohl einig geworden, denn die Versicherung gegen das schlechte Wetter greift ab dieser Saison. Finanziert wird das Ganze unter anderem durch die in Pesaro übliche Kurtaxe. Außerdem tritt der Versicherer als Sponsor der Aktion auf und kann sich so ebenfalls über reichlich PR freuen.

Experiment mit Folgen?

Ob die Sonnenversicherung für mehr Besucher sorgt oder ob Pesaro am Ende drauf zahlt, muss sich erst noch zeigen. Schließlich beginnt die Saison gerade erst. Man darf aber gespannt sein, ob das Konzept aufgeht und bald noch mehr Badeorte dem Beispiel Pesaros folgen werden und man in Zukunft überall gegen schlechtes Wetter versichert ist – und dann einfach nochmal zum Baden kommen kann. Und wer kann da schon nein sagen?

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