Die Top 10 der verrücktesten Versicherungen

Deutschland, du Land der Versicherungen! Was kann man hier nicht alles versichern, Hunde und Heizöltanks, die Oma im Altenheim und das Smartphone der Kids. Der Deutsche sichert seine Lieben und sein Hab und Gut gerne ab. Sicher, praktisch, vernünftig. Doch es geht auch anders!

Die amerikanische Sängerin Taylor Swift will sich ihre Beine für sagenhafte 40 Millionen Dollar versichern lassen. Andere Stars haben sich ebenfalls Körperteile mit einer Versicherung schützen lassen: Jennifer Lopez ihren Po, Tom Jones sein Brusthaar und auch der deutsche Exportschlager Heidi Klum ließ sich die Beine versichern.

Aber das ist noch immer nicht die Spitze, denn es geht noch verrückter! Hier sind die Top Ten der ausgefallensten und lustigsten Versicherungen weltweit!

10. Plötzlich Zwillinge? Kosten absichern lassen!

Süße Zwillinge

Ein Kind aufzuziehen ist teuer. Noch teurer wird es wenn man unerwartet Zwillinge bekommt. Oder Drillinge. Oder Vierlinge! Für viele Eltern ist es ein Schock, wenn sie erfahren, dass sie nicht nur ein Bündel Freude erwarten, sondern auch noch ein bis mehrere Bonus-Babys bekommen. Statt Champagner wird dann eher der Taschenrechner geholt.

Wie gut dass es für werdende Eltern eine passende Versicherung gibt! Mit der „Multiple-Birth insurance“ (zu Deutsch: Mehrlingsgeburten-Versicherung) kann man sich vor den Mehrkosten bei Zwillingen oder mehr Kindern schützen. Diese werden dann vom Versicherer übernommen. Nur muss man sich früh genug dafür entscheiden. Denn nach dem Ultraschall, bei dem man die Anzahl der Babys erkennen kann, wird der Versicherungsantrag nicht mehr angenommen. Und auch künstliche Befruchtungen sind ausgeschlossen, da hier die Wahrscheinlichkeit einer Mehrlingsgeburt deutlich erhöht ist.

9. Glücksspiel verkehrt: Die Lotto-Versicherung

Glückliche Frau im Geldregen

Des einen Freud ist des anderen Leid. Für diese Weisheit gibt es zahlreiche Beispiele. Einen speziellen Fall kann man sich aber versichern lassen. In England können sich Arbeitgeber gegen Lottogewinne versichern. Oder besser gesagt: Gegen die Verluste, die im Unternehmen entstehen, wenn mehr als zwei Mitarbeiter aufgrund eines Lottogewinns kündigen.

Klingt unwahrscheinlich? In England ist dieser Versicherungsfall bereits einmal eingetreten. Ein Busunternehmen hat fast ein Fünftel seiner Beschäftigten verloren, weil diese gemeinsam den Jackpot geknackt haben. Wenn die Mitarbeiter also anfangen Lotto-Tippgemeinschaften zu bilden, sollte man wachsam werden.

8. Falls die Braut sich nicht traut

Braut auf der Flucht

Das emotionale Desaster bei einer Hochzeit: Die Braut (oder der Bräutigam) bekommt kalte Füße und flieht aus der Kirche. Während der oder die Sitzengelassene mit gebrochenem Herzen um Fassung ringt, denkt manch anderer Gast pragmatischer: Findet jetzt noch die Party statt und wenn ja wer bezahlt die Feier? Im besten Fall die Hochzeitsversicherung!

Ja genau richtig gehört, man kann seine Hochzeit versichern lassen. Und zwar nicht nur gegen die kalten Füße des Partners, auch gegen Krankheit oder schlechtes Wetter. So ist am Ende zwar der schönste Tag des Lebens ruiniert, aber zumindest das Bankkonto kann sich von der Hochzeits-Katastrophe erholen.

7. Hole-in-One Versicherung

Golfer jubelt vor Golfloch

Unter Golfern gibt es einen netten Brauch: Erzielt ein Spieler ein Hole-in-One, ist es üblich, alle anwesenden Clubmitglieder zu einem Getränk einzuladen. Bei den Preisen der meisten Golf-Clubs nicht immer billig. Und auch wenn Golf in dem Ruf steht, eher von gut betuchten Menschen gespielt zu werden, ein paar Flaschen Champagner schlagen dennoch schnell Lücken ins Budget.

Wer von seinen Leistungen als Golfer überzeugt ist, kann vorsorgen und sich eine Hole-in-One Versicherung holen. Für eine relativ geringe Jahresgebühr werden dann die Partykosten nach einem fulminanten Golf-Ass übernommen und man kann seinen sportlichen Triumph unbeschwert genießen.

6. Let’s have a party – aber nur mit Versicherung!

Freunde feiern eine Gartenparty und Grillen

Andere Länder, andere Gesetze. In manchen US-Bundesstaaten haften Party-Gastgeber dafür, wenn ihre Gäste in angetrunkenem Zustand Unfälle verursachen. Dabei ist es egal, ob die Gäste selbst Opfer eines Unfalls sind oder ob sie andere Personen schädigen. Das selbe gilt für Sachschäden. Die Gesetzeslage ist vielfältig, je nach Bundesstaat gelten andere Regelungen.

Aber die USA sind schließlich das Land der unbegrenzten Möglichkeiten und so kann man seine Party einfach versichern! Die Preise richten sich dabei nach dem Bundesstaat, in dem die Party stattfindet, Anzahl der Gäste und dem Anlass. Neben Sweet-16- und Dinner-Partys kann man auch zum Beispiel Chor- oder Kirchentreffen versichern, ebenso wie Bingo-Abende und Tanzveranstaltungen. Individuell für jede Feierlichkeit kann eine nur für dieses Event gültige Versicherung abgeschlossen werden. So ist jeder Gastgeber auf der sicheren Seite.

Das reicht noch nicht? Kein Problem. Neben einer allgemeinen Haftpflicht für die Gäste, kann das Event auch noch gegen Ausfall der Veranstaltung, Insolvenz des Partyservices, Erdbeben, Hurrikans, Tornados und Militäreinsätze versichert werden. God safe America!

5. Kopfgeldversicherung für Monsterjagd

Loch Ness im Nebel

In den 1970er Jahren entwickelte die englische Whisky Destillerie Cutty Sark eine außergewöhnliche Werbestrategie: Ein Kopfgeld auf Nessie. Eine Million Pfund für denjenigen, der das sagenumwobene Monster von Loch Ness fangen würde. Zu dieser Zeit war der Hype um Nessie auf einem Höhepunkt und das mediale Interesse gigantisch.

Mehrere angebliche Sichtungen des Ungeheuers machten das Unternehmen aber zunehmend nervös. Was wenn das Monster doch gefangen wurde? Hilfe kam durch den britischen Versicherer Lloyds. Er versicherte das Risiko einer Gefangennahme von Nessie und Cutty Sark war beruhigt. Ein interessantes Detail des Versicherungsvertrages: Wenn Nessie gefangen genommen worden wäre, hätte Lloyds das Monster erhalten. Kein schlechter Deal, tausche Versicherung gegen Sensationsmonster.

4. Poltergeister, Vampire, Werwölfe – Horrorversicherungen

Vampir im Mondlicht

Vor Twilight gab es Zeiten, da waren Vampire und Werwölfe furchterregende Monster und keine begehrenswerten Teeniehelden. Dementsprechend haben manche Menschen Todesangst vor den übernatürlichen Wesen. Um im Fall der Fälle wenigstens noch ein wenig Profit aus dem Überfall eines Vampirs oder Werwolfs zu schlagen, kann man sich gegen Angriffe übernatürlicher Wesen versichern lassen.

Das gilt auch für Geister. In England, der Heimstatt von Schlossgespenstern und Spukgestalten, hat ein Hotelier seine gesamte Belegschaft und seine Gäste gegen Geisterschäden versichert. Sollte also ein Mitarbeiter oder Gast durch einen Geist verletzt oder getötet werden, gibt es Schadensersatz. Allerdings liegt die Beweislast beim Versicherungsnehmer. Besser man bestellt gleich die Geisterjäger und packt das Übel an der Wurzel.

3. Versicherung für Alien-Opfer

Mann wird vor seinem Haus von einem Ufo entführt

Nicht nur aus der Geisterwelt werden Angriffe erwartet, auch das Weltall bildet eine große Gefahrenquelle. Tausende von Menschen versichern sich jährlich gegen Alien-Entführungen. Die kleinen grauen Männchen stehen schon seit langem im Verdacht regelmäßig Menschen zu entführen und grausame, wissenschaftliche Experimente zur Erforschung unserer Rasse durchzuführen.

Sollte man das Glück haben die Prozedur zu überleben und auf die Erde zurückzukehren, kann man dank der Versicherung nicht nur Schadensersatz erhalten, sondern sich auch die Kosten für medizinische und psychologische Behandlungen ersetzen lassen. Sofern man seinem Versicherer genügend Beweise liefern kann. Leider gibt es aber Gerüchte, dass Aliens so clever sind die Gedächtnisse ihrer Opfer zu löschen, so dass sowohl Schadensersatzforderung als auch eine lückenlose Beweisführung eher unwahrscheinlich sind.

2. Die lustigste Lebensversicherung aller Zeiten:
Versicherung gegen Totlachen

Lachende Menschen im Kino

Auch wenn es schon eine Weile her ist, darf diese Versicherung in den Top 10 nicht fehlen: Anfang des 20. Jahrhunderts wurden Kinogänger von den Produktionsfirmen, deren Filme gezeigt wurden, versichert. Der Grund: Man hatte Angst, dass sich die Menschen bei sehr lustigen Stummfilmen buchstäblich totlachen! Damals war die Filmindustrie noch jung und die Menschen gerieten in einen wahren Begeisterungsrausch. Man befürchtete, dass sich am Ende noch ein Gast totlachen würde oder aber vor Aufregung einen Herzstillstand erleiden könnte. Trotz aller Bedenken kam es aber nie zum Versicherungsfall. Alle Kinogänger kamen gut gelaunt und völlig gesund aus den Kinosälen.

1. Kostenübernahme bei unbefleckter Empfängnis

Jungfrau Maria mit Heiliger

Was waren das noch für Zeiten, als für eine Geburt ein Stall ausreichte. Heutzutage sind Entbindungen teuer. Neben perfekt ausgestatteten Kreißsälen und einem Ärzteteam für alle Eventualitäten und Notfälle, gibt es für Mami und Kind auch noch jede Menge Extras, um die Geburt so angenehm wie möglich zu machen. Das alles kostet.

Was aber wenn man den nächsten Heiland in sich trägt? Zahlt die Krankenkasse auch bei unbefleckter Empfängnis? Diese Frage stellten sich auch gläubige Schwestern aus Großbritannien. Die Antwort der Krankenkasse muss wohl ernüchternd gewesen sein, denn die Geschwister schlossen eine extra Versicherung ab, die die Kosten der Geburt des neuen Heilands übernehmen würde. Unbefleckte Empfängnis natürlich vorausgesetzt.

Mehrere Jahre zahlten die Schwestern in die Versicherung ein, dann bekam die katholische Kirche Wind von der Sache. Sie legte Protest beim Versicherer ein und setzten sich durch. Die Versicherung wurde gekündigt und die Einzahlungen der Schwestern für einen wohltätigen Zweck gespendet. Die Frage wer die Krankenhauskosten für die Geburt des Messias übernehmen wird, bleibt somit weiterhin ungeklärt. Vielleicht ist in diesem Fall ja dann die Kirche bereit einzuspringen, denn Versicherungen zur Kostenübernahme bei unbefleckter Empfängnis kann man leider nicht mehr abschließen.