Haftpflichtversicherung: Eine für alle Fälle

Fred denkt an mögliche Unfälle

Eine private Haftpflichtversicherung braucht jeder!

Warum? Weil man mit einer Haftpflichtversicherung sowohl sich selbst als auch andere gegen die Tücken des Alltags absichern kann. Schnell kann ein Missgeschick passieren: Man lässt das Handy eines Freundes fallen, die Waschmaschine läuft aus, der Sohnemann zerschießt mit einem Ball das Nachbarfenster. Natürlich wollen Freund, Vermieter und Nachbar dann ihren Schaden ersetzt haben. Gut, wenn man für diesen Fall eine Haftpflichtversicherung hat – denn die übernimmt den Schaden.

Eine Grafik die zeigt, dass 15 Prozent der Deutschen keine Haftpflichtversicherung haben.

Ein Handy zu ersetzen können sich noch viele leisten, kommt es aber dazu, dass Menschen verletzt werden, können die Arzt- und Folgekosten schnell in die Millionenhöhe gehen. Es lohnt sich also, sich vorsorglich abzusichern und in eine solche Versicherung zu investieren.

Aber eine Haftpflichtversicherung kann noch mehr! Sie springt auch ein, wenn man selbst einen Schaden erleidet, falls der Verursacher nicht versichert ist. Darüber hinaus unterstützt die Haftpflicht zudem als Rechtsbeistand. Sie prüft, ob Schadensersatzansprüche überhaupt gerechtfertigt sind und hilft, falls dies nicht der Fall sein sollte.

Auch wenn der Name anderes vermuten lässt: In Deutschland ist man nicht gesetzlich verpflichtet, eine private Haftpflichtversicherung abzuschließen. Ein Abschluss ist immer freiwillig. Möchte man sich selbst vor hohen Schadensersatzkosten schützen, ist es aber sinnvoll, sich eine solche private Haftpflicht zuzulegen.

Was ist eine Haftpflichtversicherung?

Fred fasst das Wichtigste zur Haftpflichtversicherung zusammen.

Definition der Haftpflichtversicherung laut Gesetzgeber:

Bei der Haftpflichtversicherung ist der Versicherer verpflichtet, den Versicherungsnehmer von Ansprüchen freizustellen, die von einem Dritten auf Grund der Verantwortlichkeit des Versicherungsnehmers für eine während der Versicherungszeit eintretende Tatsache geltend gemacht werden, und unbegründete Ansprüche abzuwehren. (§100 Versicherungsvertragsgesetz)

Vereinfacht gesagt, kommt die Haftpflichtversicherung finanziell für Schäden auf, die der Versicherte verursacht und für die vom Geschädigten Schadensersatz gefordert wird. Natürlich funktioniert das aber nicht ganz ohne Einschränkungen und Bestimmungen.

In Deutschland sind die Bürger dazu verpflichtet, Schaden, den sie anrichten, zu ersetzen bzw. zu begleichen. Egal, ob es sich dabei um einen Schaden an Dingen, Personen oder Vermögen handelt. Ebenfalls unerheblich ist die Höhe der Schadensforderung. Die Summen reichen hier von ein paar Euro hin zu mehreren Millionen, je nachdem ob nur ein Objekt ersetzt werden muss oder eine Person verletzt wurde. Es gibt kein finanzielles Maximum und das ist für die meisten ein Problem, wenn es zum Schadensfall kommt und sie ihrer Pflicht nachkommen müssen und diesen begleichen.

Haftpflichtversicherung schützt vor hohen Schadensersatzkosten

Man sollte sich bewusst machen, dass auch nur ein einziger Moment der Unachtsamkeit genügen kann, um ein Leben lang Entschädigung zahlen zu müssen. Zum Beispiel wenn man mit dem Fahrrad einen anderen Menschen umfährt und dieser daraufhin im Rollstuhl sitzt. Arztkosten, Berufsunfähigkeitsrente, Schmerzensgeld – alles muss dann erstattet werden. Und das ist mehr als teuer.

Natürlich sind die Fälle, in denen es zu solch großen Forderungen kommt, eher selten. Meist sind es Objektschäden, die von der Privathaftpflichtversicherung beglichen werden. Die Haftpflicht sichert eben auch das „Was wäre wenn“ ab, falls etwas Schlimmes passiert. Es ist also besser, sich für den schlimmsten Fall abzusichern, statt eventuell hohe Schadensersatzforderungen alleine tragen zu müssen.

Leistungen Haftpflichtversicherung?

Die private Haftpflichtversicherung deckt Schäden an Personen, Vermögen und Sachen bis zur im Versicherungsvertrag vereinbarten Versicherungssumme ab. Abhängig vom Vertrag sind auch Erweiterungen wie mitversicherte Familienmitglieder, besondere Hobbys oder spezielle Objekte wie zum Beispiel Schlüssel.

Grundsätzlich werden nur Schäden übernommen, die versehentlich oder fahrlässig entstanden sind. Das heißt, wer absichtlich etwas kaputt macht, muss auch selbst dafür gerade stehen. Wer dagegen aus Unachtsamkeit oder Ungeschicklichkeit Schäden verursacht, kann den Schaden der Haftpflicht melden.

Ein Beispiel: Man steht auf dem Balkon und durch eine ungeschickte Bewegung stößt man einen Blumentopf über die Kante. Dieser trifft ein Auto. Den entstandenen Schaden übernimmt die Haftpflicht, denn es handelt sich um ein Versehen. Versucht man dagegen absichtlich mit einem geworfenen Blumentopf das Auto zu treffen, vielleicht weil man gewettet hat, zahlt die Haftpflicht nicht, denn der Schaden ist vorsätzlich entstanden.

Nicht mitversichert bei der Privathaftpflichtversicherung

Kritisch wird es im Fall der groben Fahrlässigkeit. In solchen Fällen kann die Haftpflicht die Zahlung ganz oder teilweise verweigern. Ausgeschlossen von den Leistungen der Haftpflicht sind oft Forderungen zwischen nahen Familienmitgliedern oder zusammen versicherten Personen. Man kann sich also innerhalb einer Vertragsgemeinschaft nicht gegenseitig Schäden begleichen lassen. Bestehen dagegen getrennte Versicherungsverträge, ist in solchen Fällen ein Schadensausgleich möglich.

Darüber hinaus sind Vermögensschäden aus gewerblichen oder spekulativen Tätigkeiten ausgeschlossen. Für gewerbliche Zwecke gibt es aber auch gesonderte Haftpflichtversicherungen. Meist sind dies dann spezielle Berufshaftpflichtversicherungen.

Fred fasst das Wichtigste zur Haftpflichtversicherung zusammen.

Warum heißt es private Haftpflichtversicherung?

Man spricht von einer Privathaftpflicht deshalb, weil in dieser Versicherung nur der private Lebensbereich abgesichert ist. Für andere Lebensbereiche, zum Beispiel im Beruf, müssen extra Versicherungen abgeschlossen werden. Meist ist man bei der Arbeit über eine Betriebshaftpflicht abgesichert.

Private Haftpflichtversicherung – Die wichtigsten Begriffe

Wer eine Haftpflichtversicherung abschließen möchte, stößt bereits bei der Antragstellung auf einige schwierige Begriffe, deren Bedeutung vielleicht nicht bekannt sind. Aber gerade diese Fachbegriffe sind sehr wichtig und regeln relevante Details, zum Beispiel wann und in welchem Umfang Kosten übernommen werden.

Die wichtigsten Fachbegriffe:

Deckungssumme

Die Deckungssumme wird auch als Versicherungssumme oder Haftpflichtdeckung bezeichnet. Dieser Betrag zeigt an, in welcher Höhe die Versicherung Schäden übernimmt. In der Stiftung Warentest Haftpflichtversicherung Untersuchung (Finanztest, Ausgabe 12/2014) wird eine Deckungssumme von mindestens 5 Millionen Euro empfohlen. Diese Summe sollte sowohl für Sach- als auch Personenschäden gelten. Niedriger sollte die Versicherungssumme bei der Privathaftpflicht nicht angesetzt werden, Tarife mit höheren Deckungssummen sind ebenfalls erhältlich.

Selbstbeteiligung

Bei der Haftpflichtversicherung gibt es die Option sich bis zu einem gewissen Euro-Betrag an Schäden zu beteiligen. Das heißt konkret: Schäden, die unter diesem Betrag liegen, müssen selbst getragen werden. Übersteigen die Kosten die vereinbarte Selbstbeteiligungssumme, so übernimmt die Haftpflichtversicherung den noch ausstehenden Rest der Forderung.

Ob man eine Selbstbeteiligung möchte oder nicht, sollte auch von der persönlichen finanziellen Situation abhängig gemacht werden. Schließlich sollte man die Selbstbeteiligungssumme jederzeit zur Verfügung haben, falls etwas passiert.

Grundsätzlich gilt: Je höher die vereinbarte Selbstbeteiligung, desto geringer der Versicherungsbeitrag. Ob sich diese Ersparnis lohnt, hängt letztlich von der Zahl der Fälle ab, in der man die Kosten für einen Schadensfall selbst tragen muss. Und das kann man leider nur schwer vorhersagen.

Computerschutz

Fred hat Ärger mit seinem ComputerKonkret werden in den Haftpflichtversicherungen nicht die Computer geschützt, sondern es werden Schäden übernommen, die aus Datenaustausch und Internetnutzung entstehen können. Die zunehmende Digitalisierung erfordert es, dass diese Klausel unbedingt im Versicherungsvertrag enthalten sein sollte.

Niemand kann sich zu 100% sein, dass er nicht doch von schädlicher Software betroffen ist oder sein wird. Entsteht dann ein Schaden bei anderen Usern oder Rechnern, weil man die schädliche Software unwissentlich weiter verteilt hat, greift auch hier die Haftpflicht. Wer also das Internet oder Datenträger nutzt, sollte auf diesen Punkt in der Versicherungspolice achten. Der Versicherungsschutz gilt allerdings nicht für die berufsbedingte Nutzung.

Forderungsausfalldeckung

Da die Haftpflichtversicherung nicht verpflichtend abgeschlossen werden muss, gibt es auch viele Menschen, die nicht versichert sind. Die Forderungsausfalldeckung, auch Haftungsausfalldeckung genannt, übernimmt die Kosten, wenn man selbst betroffen ist und der Verursacher des Schadens weder versichert ist noch genügend eigenes Geld hat, um den Schaden zu begleichen. In so einem Fall übernimmt die eigene Versicherung die Kosten und zahlt für den von anderen verursachten Schaden.

Die Forderungsausfalldeckung ist nicht bei allen Tarifen standardmäßig enthalten. Ähnlich wie bei der Privathaftpflichtversicherung an sich, sichert man sich mit dieser Zusatzoption gegen ein Ereignis ab, das nicht eintreten muss, aber zum finanziellen Ruin führen kann, falls es eintreten sollte. Sinnvoll ist es, bei der Tarifwahl darauf zu achten, ob die Forderungsausfalldeckung zum Leistungsumfang gehört.

Gefälligkeitsschäden

Fred überflutet die WohnungWas im Fachjargon Gefälligkeitshandlungen heißt, sind im Grunde nichts anderes als Freundschaftsdienste, etwa die freiwillige Hilfe beim Umzug eines Freundes. Entsteht dabei ein Schaden, kommt die Versicherung nicht dafür auf – außer es ist explizit im Vertrag festgehalten. Meist ist dies nur mit höheren Versicherungstarifen mit größerem Leistungsumfang möglich.

Wer gerne einmal aushilft, sei es beim Umzug oder bei Reparaturen, sollte einen Tarif mit einer Haftung für Gefälligkeitsschäden abschließen. Auch hier können schnell sehr hohe Kosten entstehen, wenn man zum Beispiel ein Loch in die Wand bohrt und unbemerkt eine Wasserleitung trifft. Wird dann ein Wasserschaden im ganzen Haus festgestellt und sei es auch erst nach Jahren, ist man froh über eine Haftpflichtversicherung, die solche Kosten übernimmt.

Was kostet eine Haftpflichtversicherung?

Eine Grafik die die Differenz zwischen Tarifen der Haftpflicht anzeigt.

Wie bei den wichtigsten Begriffen der Haftpflichtversicherung bereits deutlich wurde, hängt vieles bei der Haftpflicht von der Tarifwahl ab. Je nach Tarif unterscheiden sich die Leistungen und nicht zuletzt auch die Kosten einer Privathaftpflicht.

Von Basis bis Premium

Die meisten Versicherer bieten verschiedene Haftpflicht-Tarife an. Die einzelnen Bezeichnungen unterscheiden sich dabei von Anbieter zu Anbieter. Auch beim Leistungsumfang, welche Extras es gibt und wie man sie hinzubuchen kann, gibt es Unterschiede. Man sollte daher bei der Wahl einer Haftpflichtversicherung vergleichen und überprüfen.

In der Regel gibt es mindestens eine Basisvariante, die einen guten Schutz ohne Extras bietet. Für höhere Gebühren können auch noch andere Tarife abgeschlossen werden, die dann entsprechend umfangreicher sind und mehr Bereiche abdecken.

Diese Leistungen sind meist nicht im Basistarif enthalten:

  • höhere Versicherungssumme
  • Schlüsselversicherung
  • Schadensübernahme bei Gefälligkeitsschäden
  • Forderungsausfalldeckung

Welchen Einfluss hat die Selbstbeteiligung auf die Haftpflicht Kosten?

Fred sprengt sein SparschweinWählt man einen Tarif mit Selbstbeteiligung, dann sinken die Gebühren. Wie hoch der Preisnachlass ist, hängt vom jeweiligen Anbieter ab. Allerdings sollte man sich genau überlegen, ob man eine Selbstbeteiligung wählt, denn bis zu dem vereinbarten Wert müssen Schäden dann selbst bezahlt werden. Kommt es häufiger zum Schadensfall, ist die Ersparnis bei den jährlichen Gebühren schnell aufgezehrt.

Sondervereinbarungen und Extraleistungen

Es gibt einige Möglichkeiten, den privaten Haftpflichtschutz zu erweitern. Manche Versicherer bieten Zusatzpakete an, die man zu jedem Tarif dazu buchen kann. Oft sind in diesen Zusatzpaketen die Forderungsausfalldeckung und die Versicherung für den Schlüsselverlust enthalten.

Es gibt aber auch spezielle Extraversicherungen, die zusätzlich abgeschlossen werden können und unabhängig von der privaten Haftpflichtversicherung sind. Dazu gehören zum Beispiel die Tierhalterhaftpflicht, aber auch Absicherungen für spezielle Hobbys wie die Jagdhaftpflicht und die Bootshaftpflicht.

Grundsätzlich kann man sehr viele Punkte in die Haftpflichtversicherung aufnehmen oder bestehende Leistungen erweitern, allerdings ist dies dann nur in direkter Absprache mit der Versicherung möglich. Entsprechend wird dann der Tarif nach den individuellen Anpassungen, die man in die Police hat aufnehmen lassen, geändert.

Sind höhere Tarife sinnvoll?

Obwohl die Basisvarianten der Haftpflichtversicherungen einen soliden Grundschutz bieten, eignen sie sich nicht für jeden. Generell sollte man die Tarifwahl von persönlichen Risikofaktoren abhängig machen. Wer nur zur Miete wohnt und kein eigenes Haus besitzt, braucht keinen Schutz für Bauschäden oder für Heizöltanks. Das gleiche gilt zum Beispiel auch für die Schlüssel des Arbeitgebers: wer keine hat, braucht sie nicht zu versichern.

Es ist sinnvoll, die Leistungen im Detail genau zu vergleichen und abzuwägen, welche Risiken überhaupt im eigenen Leben eintreten können und versichert werden sollten und welche nicht. Anhand dieser ersten Aufstellung ist es anschließend leichter, die beste Haftpflichtversicherung zu finden.

Kombi-Angebote senken Kosten

Bei vielen Versicherern kann man Extra-Rabatte erhalten, wenn man mehrere Versicherungen bei ihnen abschließt. Eine beliebte Kombination sind Hausrat und Haftpflichtversicherung, die für alle Haushalte sinnvoll sind. Auch eine Haftpflicht Rechtsschutz Kombi bietet sich an, falls man sich zusätzlich auch juristisch absichern möchte.

Haftpflichtversicherung steuerlich absetzbar

Was viele nicht wissen: Die Haftpflichtversicherung ist steuerlich absetzbar. Das heißt, man kann sich die Haftpflicht Kosten anrechnen lassen. Dies kann man im Formular „Vorsorgeaufwand“ tun. Die Anlage Vorsorgeaufwand gehört zu den Pflichtformularen der Steuererklärung. Haftpflichtversicherung und Unfallversicherung werden separat genannt, so dass man nur noch in der entsprechenden Zeile den Betrag eintragen muss.

Welche Haftpflichtversicherung ist die Beste?

Fred rechnet

Für die meisten ist eine gute Haftpflichtversicherung einfach eine günstige Haftpflichtversicherung. Ganz so leicht ist es aber nicht. Auch wenn die meisten Basistarife einen guten Grundschutz bieten, gibt es Unterschiede im Preis-Leistungs-Verhältnis. In einem Haftpflicht-Produkttest werden neben Preis und Leistungsumfang auch weitere Faktoren wie Service und Kundenfreundlichkeit überprüft. So kann man anhand einzelner Testergebnisse nicht nur feststellen, wer der Haftpflicht Testsieger ist, sondern auch, ob die Kriterien den eigenen Ansprüchen genügen.

Um die preislich beste Haftpflichtversicherung zu finden, kann man einen Haftpflichtversicherung Vergleich mit einem Online-Rechner machen. Damit kann man ganz leicht per Klick eine günstige Haftpflichtversicherung finden. Mit einem solchen Haftpflicht Vergleichsrechner kann man auch testen, welche Auswirkungen es auf die Gebühren hat, falls man eine Selbstbeteiligung zum Tarif wählt.

zum Haftpflicht-Vergleich

Haftpflichtversicherung online abschließen

Hat man sich für einen Anbieter und einen Tarif entschieden, ist es am einfachsten, den neuen Versicherungsvertrag online abzuschließen. Dort kann man schnell und bequem von Zuhause aus alle notwendigen Angaben machen und bekommt dann den Versicherungsvertrag per Post oder Mail zugesandt. Schon hat man eine neue Haftpflichtversicherung. In der Regel ist es nicht notwendig, den Vertrag noch einmal unterschrieben zurückzusenden. Sollte dies unklar sein, ist es jedoch besser, noch einmal bei der Versicherung nachzufragen.

Beim Antrag werden neben den persönlichen Kontaktdaten, auch der gewünschte Tarif und die zu versichernden Personen abgefragt. Zusatzoptionen wie Selbstbeteiligung und Extra-Pakete werden ebenfalls hier ausgewählt. Bei manchen Anbietern ist es auch möglich, einen Wunschtermin für den Versicherungsbeginn festzulegen.

Schadensmeldung Haftpflichtversicherung

Falls dann doch einmal ein Schaden passiert, sollte man diesen schnellstmöglich der Versicherung melden. Auch wenn die genauen Schadensforderungen noch nicht bekannt sind. So kann man schon vorab die Abwicklung starten und sich außerdem wertvolle Tipps für das weitere Vorgehen holen.

Wie kann man der Haftpflichtversicherung Schaden melden?

Die meisten Versicherer haben eine spezielle Hotline für Schadensmeldungen. Dort kann man sich auch über das weitere Vorgehen informieren. Schließlich hilft die Haftpflichtversicherung auch dabei, ungerechtfertigte Ansprüche und Forderungen abzuwehren. Alternativ kann man bei vielen Versicherern auch online ein Formular für die Schadensmeldung nutzen. Die Übermittlung per Post und Fax ist ebenfalls möglich.

Was passiert nach der Schadensmeldung?

Sobald der Schaden gemeldet wurde, werden die Sachbearbeiter der Haftpflichtversicherung aktiv. Es wird nicht nur überprüft, ob die Versicherung generell zuständig ist, sondern auch, ob die Schadensersatz-Forderung überhaupt gerechtfertigt ist. Dazu werden nicht nur an den Versicherungsnehmer sondern auch an den Geschädigten Fragebögen versandt. Außerdem kann es zu Zeugenbefragungen und Prüfungen vor Ort kommen.

Dadurch wird nicht nur die Schuldfrage geklärt, sondern auch die Höhe der Schadenszahlung ermittelt. Sind alle Formalitäten erledigt und die Überprüfung ergibt, dass die Versicherung den Schadensersatz übernimmt, geht das Geld an den Geschädigten und der Fall wird abgeschlossen.

Abwehr ungerechtfertigter Forderungen

Sollte die Versicherung nach den Untersuchungen bei einer Schadensmeldung der Auffassung sein, dass die Forderung nicht rechtmäßig ist, leitet sie gerichtliche Schritte ein. Im Namen des Versicherten übernimmt die Versicherung die Verhandlung und trägt auch die Kosten für die Abwehr ungerechtfertigter Forderungen wie Anwalts- und Prozesskosten.

Das sollte man im Schadensfall tun

Im Folgenden sind noch einmal wichtige Tipps genannt, die man im Schadensfall beachten sollte:

  • Haftpflichtversicherung Schaden sofort der Versicherung melden
  • Beschädigte Objekte nicht wegwerfen, sondern für Überprüfungen aufheben
  • Wenn möglich, Fotos vor Ort machen
  • Am besten gleich Notizen zum Schadenshergang machen, damit man diese später besser wiedergeben kann
  • Auch Kontaktdaten von evtl. anwesenden Zeugen erfragen
  • Auf keinen Fall vor Ort bereits die Kosten oder Schäden selbst bezahlen
  • Rechnungen, Polizeiprotokolle und sonstige Unterlagen aufheben und bei Bedarf bei der Versicherung einreichen

Wechsel und Kündigung Haftpflichtversicherung

Wenn man mit seiner Privathaftpflichtversicherung unzufrieden ist, sollte man über einen Wechsel nachdenken. Oft ist der Preis der entscheidende Faktor. Im andauernden Preiskampf der Versicherungen gibt es immer günstigere Angebote. Es kann sich daher lohnen, die alte Haftpflichtversicherung zu kündigen und sich bei einem neuen Anbieter eine günstigere Versicherung zu holen.

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Haftpflichtversicherung kündigen

Im Grunde ist es sehr einfach, eine private Haftpflichtversicherung zu kündigen. Eine Kündigung muss in den meisten Fällen schriftlich erfolgen, das heißt, dass ein Telefonat oder eine E-Mail nicht genügen, sondern dass nur ein unterschriebener Brief gilt.

In das Schreiben gehören die eigenen Kontaktdaten, die Vertragsnummer der bestehenden Versicherungs-Police, die man kündigen möchte, sowie der Kündigungstermin. Inzwischen gibt es auch keine einheitliche Kündigungsfrist mehr unter den Anbietern. Einige halten an den üblichen drei Monaten fest, andere werben mit besonders kurzen Kündigungsfristen, die natürlich auch einen Wechsel erleichtern.

Hier Kündigungsschreiben als PDF herunterladen

Haftpflicht-Wechsel

Wenn man seine alte Versicherung kündigt, sollte man am besten bereits eine neue private Haftpflicht im Blick haben. Je nachdem wie lange die Kündigungsfrist bei der Haftpflichtversicherung des alten Anbieters ist, sollte man zügig nach dem Kündigungsschreiben einen neuen Antrag stellen.

Ziel sollte es sein, einen möglichst lückenlosen Übergang von der alten zur neuen Haftpflichtversicherung zu haben. Sollten die Termine nicht direkt aneinander anschließen und es passiert etwas in diesem Zeitraum, bleibt man auf dem Schaden sitzen. Schließlich ist man zu diesem Zeitpunkt bei keiner Haftpflicht versichert. Da das Problem bekannt ist, bieten viele Versicherer einen Wunschtermin an, ab dem die neue Haftpflicht gelten soll. So kann man für einen nahtlosen Übergang sorgen.

Kinder feiern in Freds Wohnzimmer eine wilde Party

Für jede Lebenssituation den richtigen Tarif

Auch wenn es eine alte Lebensweisheit ist, aber: nicht jeder Mensch ist gleich. Das sollte man auch bei der Wahl der Haftpflichtversicherung bedenken. Insbesondere die persönliche Lebenssituation ist mit entscheidend für die Tarifwahl. Die wichtigsten Punkte sind: Wer soll eigentlich versichert werden? Und wer ist durch die gewählte Haftpflichtversicherung mit geschützt? Für jede Lebenssituation gibt es den passenden Tarif.

Haftpflichtversicherung für Singles

Lebt man allein, unabhängig davon ob man in einer Beziehung ist oder nicht, benötigt man eine Single Haftpflichtversicherung. Diese ist für alleinstehende Personen gedacht, die keine Kinder haben und auch nicht mit dem Partner zusammenleben. In der Regel werden bei der Privathaftpflichtversicherungen Haushalte versichert, das heißt, die Tarife richten sich zum einen nach der Wohnsituation. Zusätzlich spielen die Familienverhältnisse eine entscheidende Rolle.

Kinderlose Alleinstehende wählen bei der Tarifwahl „Single“ als Familienstand aus. Sie erhalten dann den vollen Versicherungsschutz für eine Person. Dies ist meist der günstigste Tarif, denn weniger zu versichernde Personen bedeutet schließlich auch weniger Risiko. Auch für Singles gibt es natürlich sämtliche Tarifstufen von Basis bis Premium.

Fred fasst das Wichtigste zur Haftpflichtversicherung zusammen.

Ehepaare immer gemeinsam versichert:

Auch wenn Ehepaare aus beruflichen oder anderen Gründen separate Wohnorte haben, gelten sie nicht als alleinstehend, sondern können eine gemeinsame Haftpflichtversicherung für Paare nutzen.

Haftpflicht für Paare ohne Kinder

Paare, egal ob verheiratet oder nicht, können eine gemeinsame Haftpflichtversicherung nutzen. Einzige Bedingung: Sie müssen zusammenleben. Führen Paare einen gemeinsamen Haushalt, genügt es, wenn eine Versicherung abgeschlossen wird. Man muss dann nur festlegen, wer der offizielle Versicherungsnehmer ist und wer als Mitversicherter ebenfalls in die Police eingetragen wird.

Lebt man zusammen, ist es in jedem Fall günstiger, eine gemeinsame Haftpflicht zu nutzen. Durch den Ausschluss von Kindern spart man zusätzlich, da diese in der Familienversicherung mit eingerechnet werden und die Gebühren sich dadurch erhöhen.

Familienhaftpflicht

Für Paare mit Kindern eignet sich am besten eine Familienhaftpflicht. Schließlich möchte man auch die Kinder abgesichert wissen, denn gerade bei ihnen kann es schnell zu kleineren Unfällen und Beschädigungen kommen. Der Klassiker ist der Fußball im Nachbarfenster. Geschah der Schaden nicht mit Absicht, etwa durch bewusstes Zielschießen, greift in diesem Fall die Haftpflichtversicherung und übernimmt die Kosten für das Fenster.

Für die Versicherer ist es übrigens irrelevant, ob es sich um eine traditionelle oder eine Patchwork Familie handelt. Es können also auch Partner, die mit ihren jeweiligen Kindern zusammenwohnen eine Familienhaftpflichtversicherung abschließen.

Die Anzahl der Kinder ist beim Tarif nicht entscheidend. Egal ob ein Kind oder mehr, die Haftpflicht kostet gleich viel. Im Gegensatz zu Singletarifen ist die Haftpflichtversicherung Familie natürlich teurer, schließlich werden hier mehr Personen versichert. Ein Familienhaftpflicht Vergleich lohnt sich also umso mehr, um einen günstigen Tarif zu finden.

Fred fasst das Wichtigste zur Haftpflichtversicherung zusammen.

Familienänderungen unbedingt melden!

Egal ob nach einer Trennung oder bei der Geburt eines neuen Babys: Änderungen in der Familie sollten unbedingt der Versicherung mitgeteilt werden, um immer den besten Schutz für alle zu garantieren.

Haftpflicht für Alleinerziehende

Die Familienhaftpflicht gilt auch für Alleinerziehende und ihre Kinder. Bei manchen Anbietern gibt es sogar konkrete Tarife extra für Alleinerziehende. Das heißt, dass nur ein Elternteil und die Kinder versichert sind und nicht zwei Elternteile oder Erziehungsberechtigte.

Großeltern

Bei einigen Tarifen ist es auch möglich, im Haus lebende Großeltern mitzuversichern. Damit wird auch der Gedanke einer Großfamilie, die unter einem Dach lebt, unterstützt. Allerdings sind dies meist Tarife aus der Premium-Kategorie, die damit zusätzliche Versicherte aufnehmen. Bei einigen Anbietern kann man zudem auch Eltern/Großeltern in Pflegeheimen oder ähnlichen Einrichtungen mitversichern.

Ein Junge hat mit seinem Fußball das Fenster vom Nachbarn getroffen

Haftpflichtversicherung: Kinder richtig versichern

Kinder sind bei den Eltern mitversichert – vorausgesetzt es wurde ein Tarif gewählt, der die Kinder der Familie mit einschließt. Bei Single- oder Paar-Tarifen werden die Kinder nicht automatisch mitversichert! Dabei ist es besonders wichtig, eine Absicherung für Kinder zu haben, denn ihnen passieren besonders oft Missgeschicke, da sie Gefahren noch nicht so gut einschätzen können.

Deliktunfähige Kinder

Eine Besonderheit sind Kinder unter sieben Jahren (im Straßenverkehr zehn Jahre): Sie gelten als deliktunfähig. Das bedeutet, dass sie für Schäden, die sie verursachen, nicht belangt werden können. Auch die Eltern haften in diesem Fall nur für ihre Kinder, falls sie die Aufsichtspflicht verletzt haben. Haben die Eltern alles richtig gemacht, haben Geschädigte tatsächlich Pech gehabt. Sie können für den Schaden, den deliktunfähige Kinder anrichten, niemanden belangen und keine Forderungen stellen.

Viele Eltern empfinden aber eine moralische Verpflichtung, den Schaden, den ihre Kinder angerichtet haben, dennoch zu begleichen. Bestimmte Haftpflichttarife versichern auch diese Fälle, so dass Schäden deliktunfähiger Kinder übernommen werden. Allerdings meist nur bis zu einer festgelegten Schadenssumme, die niedriger angesetzt ist als die allgemeine Versicherungssumme.

Aufsichtspflicht entscheidend

Ein Streitpunkt, der in Schadensfällen mit Kindern immer wieder auftaucht, ist die Verletzung der Aufsichtspflicht. Sind Eltern oder Aufsichtspersonen ihrer Aufsichtspflicht nicht oder nur ungenügend nachgekommen, dann haften sie für die entstandenen Schäden. Es ist also egal, ob man eigene oder fremde Kinder beaufsichtigt: Als Aufsichtsperson muss man für alle Schäden aufkommen, die Kinder verursacht haben und die dadurch entstanden sind, dass man seiner Aufsichtspflicht nicht nachgekommen ist. In der Regel übernimmt dann die eigene Haftpflichtversicherung die entstandenen Kosten.

Passt man auf Kinder auf und die Aufsichtspflicht wurde erfüllt, aber es entsteht dennoch ein Schaden, dann ist es wichtig, dass das Kind selbst innerhalb einer Familienhaftpflicht versichert ist. Wenn die Aufsichtsperson ihre Aufsichtspflicht erfüllt hat, ist die Haftpflicht des Aufpassers nicht bereit den Schaden zu übernehmen. In diesem Fall haftet das Kind bzw. dessen Eltern. Diese Kosten werden aber nur von der Haftpflichtversicherung beglichen, wenn die Eltern einen Tarif abgeschlossen haben, der Kinder mit einschließt.

Kinderhüten immer dabei

Hütet man fremde Kinder und verletzt seine Aufsichtspflicht, zahlt die eigene Haftpflichtversicherung – auch bei einem Single-Tarif. Das gilt allerdings nur, sofern man das Babysitten nicht als Beruf ausübt, etwa als Tagesmutter.

Fred fasst das Wichtigste zur Haftpflichtversicherung zusammen.

Schuldfähigkeit des Kindes

Je älter das Kind wird, desto mehr geht die Haftung auf das Kind über. Unter sieben Jahren gelten Kinder als deliktunfähig, danach als „bedingt deliktfähig“. Mit zunehmendem Alter begreifen Kinder Zusammenhänge besser und können ihre Handlungen und deren Konsequenzen immer besser nachvollziehen. Auch Ermahnungen der Eltern werden besser verstanden und umgesetzt. Das heißt, dass sie zunehmend erkennen können, wann sie Schaden anrichten und wann nicht. Je nach Altersstufe werden daher unterschiedliche Ansprüche an das Mitdenken der Kinder gestellt. Danach richtet sich dann auch die Schuldfähigkeit des Kindes.

Mit Erreichen der Volljährigkeit, also mit 18 Jahren, ist dann jeder in vollem Umfang haftbar für sein Tun. Das bedeutet allerdings noch nicht, dass das Kind sich dann bereits selbst versichern muss. Solange es sich noch in Ausbildung befindet, kann es mit in der Familienhaftpflichtversicherung bleiben.

Fred fasst das Wichtigste zur Haftpflichtversicherung zusammen.

Ein Leben lang mit versichert:

Geistig behinderte Kinder gelten grundsätzlich als nicht deliktfähig, egal welches Alter sie erreichen. Solange sie unter der Aufsicht der Eltern leben, können sie unbegrenzt mit in der Familienhaftpflicht versichert bleiben.

Haftpflichtversicherung Studenten und Auszubildende

Gerade für Studenten ist die Frage, wann man eine eigene Haftpflichtversicherung braucht, wichtig. Schließlich führen die meisten Studenten zwangsläufig einen eigenen Haushalt, wenn sie an ihren Studienort ziehen. Viele glauben zwar, dass sie sich als Student selbst versichern müssen. Dem ist aber meist nicht so.

So lange sind Kinder bei den Eltern versichert

Wann gilt der Versicherungsschutz der Eltern im Familientarif auch für volljährige Kinder, die nicht mehr Zuhause wohnen?

  • wenn sich das Kind noch in der Schul- oder Ausbildung befindet, dazu gehört auch das Studium
  • wenn das Kind auf einen Ausbildungs- oder Studienplatz wartet oder die Ausbildung/das Studium unterbricht, um zum Beispiel ein Betriebspraktikum zu machen
  • wenn das Kind den Grundwehrdienst, Zivildienst oder ein freiwilliges soziales oder ökologisches Jahr absolviert

Einige Anbieter versichern auch noch nach der Ausbildung bzw. dem Studium die Kinder bis zu einem Jahr im Tarif der Familie mit, sofern das Kind arbeitslos ist. Alternativ kann das Kind sogar noch länger mitversichert bleiben, wenn es weiterhin bei den Eltern wohnt. Selbst dann wenn es bereits selbst Geld verdient. Dann greifen Tarife, die auch im Haus lebende, volljährige Angehörige mitversichern. Generell sollte man in solchen Fällen aber vorsichtshalber noch einmal bei der Versicherung nachfragen, ob die gewählte Haftpflicht diese Klausel beinhaltet.

Fred fasst das Wichtigste zur Haftpflichtversicherung zusammen.

Hochzeit beendet Familienversicherung

Wenn das Kind heiratet, egal, ob es sich noch in Ausbildung befindet oder sogar erst 17 Jahre und damit minderjährig ist, endet der Versicherungsschutz durch die Eltern. Das frisch verheiratete Paar muss dann selbst eine Haftpflichtversicherung abschließen.

Eigene Haftpflicht für Studenten

Sind die Eltern bereit, weiterhin die Haftpflicht Kosten zu tragen, ist eine eigene Haftpflichtversicherung für Studenten nicht notwendig. Kritisch wird es, wenn das Kind nicht mehr bei den Eltern wohnt und das Elternhaus nicht mehr als Erstwohnsitz angegeben ist. In so einem Fall ist es sinnvoll bei der Versicherung direkt nachzufragen, ob die Familienhaftpflicht dann noch gültig ist. Einige Anbieter sind in so einer Situation kulant, bei anderen erlischt der Versicherungsschutz. Wenn dies der Fall ist braucht man auch als Student eine eigene private Haftpflichtversicherung.

Studenten erhalten von vielen Anbietern eigene Angebote oder einen speziellen Tarif. Auch bei Zahlungsweisen kommt man ihnen entgegen. Beim knappen Budget eines Studenten oder Auszubildenden lohnt sich in jedem Fall ein Haftpflicht Vergleichsrechner, um den günstigsten Haftpflicht-Tarif zu finden.

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Fred führt viele Hunde aus

Tiere in der Haftpflichtversicherung

Zu vielen Haushalten in Deutschland gehören auch Haustiere. Wer zahlt eigentlich, wenn diese Schaden anrichten? Die Antwort darauf ist einfach: Der Besitzer haftet für seine Tiere. Zum Glück übernimmt aber auch hier die Privathaftpflichtversicherung die meisten Schadensersatzklagen. Allerdings nicht für alle Tierarten.

Für Kleintiere benötigt man keine eigene Tierhaftpflicht. Dazu gehören zum Beispiel Kaninchen, Hamster und Vögel. Auch eine Haftpflichtversicherung für Katzen ist nicht notwendig. Katzen gelten ebenfalls als Kleintiere. Anders ist das bei Hunden und Pferden. Sie benötigen eine eigene Versicherung. Man kann sich dann für eine Tierhalterhaftpflicht entscheiden, die mehrere Tierarten abdeckt. Oder aber man schließt eine spezielle Hundehaftpflicht ab, die nur für Hunde gilt.

Fred fasst das Wichtigste zur Haftpflichtversicherung zusammen.

Exoten extra absichern

Wer exotische Tiere wie zum Beispiel Schlangen, Spinnen oder auch außergewöhnliche Tiere wie Minischweine hält, sollte sich bei seinem Haftpflicht Versicherer erkundigen, ob diese mitversichert sind. Als gefährlich eingestufte Tiere müssen oft extra versichert werden.

Tierhalter-Haftpflicht – Haftpflicht für Hunde und Pferde

Während Schäden durch Katzen und Kleintiere in der privaten Haftpflichtversicherung abgedeckt sind, braucht man für größere Tiere eine extra Tierhalterhaftpflicht. Im allgemeinen Angebot gibt es drei Varianten:

  • Hundehalterhaftpflicht
  • Pferdehalterhaftpflicht
  • allgemeine Tierhalterhaftpflicht

Gerade der Sektor Tierversicherungen wird noch immer von den Versicherungsanbietern erweitert und umgebaut. Ein Schritt der Entwicklung ist, eine separate Hundehaftpflichtversicherung anzubieten. Da die allgemeine Tierhalterhaftpflicht auch Pferde einschließt, viele Hundebesitzer aber nicht zwangsläufig auch Pferde besitzen, ist eine Trennung durchaus sinnvoll. Ebenso verhält es sich natürlich mit Pferdebesitzern, die keine Hunde haben. Es gibt auch immer mehr Angebote für eine Haftpflicht für Pferde.

Auch wenn es inzwischen auf die Tierart zugeschnittene Einzelangebote gibt, müssen diese nicht zwangsläufig günstiger sein. Außerdem wird in jeder Tierhaftpflicht die genaue Anzahl der Tiere festgehalten, die versichert werden soll. So kann eine allgemeine Tierhalterhaftpflicht, die theoretisch sowohl Pferde als auch Hunde einschließt, ebenfalls günstig sein. Es lohnt sich daher, mehrere Angebote zu vergleichen und individuell anzupassen. Entscheidend ist grundsätzlich auch die Art und die Anzahl der zu versichernden Tiere.

Besonderheiten der Hundehaftpflichtversicherung

Auch wenn in Deutschland eine spezielle Haftpflicht für Hundehalter nicht gesetzlich vorgeschrieben ist, ist es dennoch sinnvoll seinen vierbeinigen Freund zu versichern. Schließlich kann es schnell passieren, dass der Hund zum Beispiel auf die Straße läuft und einen Verkehrsunfall verursacht. Für den entstandenen Schaden muss dann der Hundehalter aufkommen. Außer er hat eine Hundehaftplicht, denn die übernimmt – genau wie die private Haftpflicht bei Menschen – Schäden, die der Hund verursacht.

Allerdings kann nicht jeder Hund versichert werden. Ausgebildete Jagdhunde werden in der Jagdhaftpflicht des Besitzers mitversichert. Kampfhunde sind von der normalen Hundehaftpflicht grundsätzlich ausgeschlossen. Einige Anbieter nehmen auch Kampfhunde auf, allerdings gegen deutlich höhere Gebühren. Schließlich besteht bei Kampfhunden ein erhöhtes Schadensrisiko. Andere Anbieter bieten grundsätzlich keine Haftpflichtversicherung für Kampfhunde an.

Hundehüten mitversichert

Sofern es sich nicht um professionell betriebenes Hundehüten handelt, ist es in der Regel irrelevant, ob bei einem Schadensfall der Hundehalter selbst oder jemand anderes, etwa Freunde oder Familienmitglieder, den Hund beaufsichtigt haben. Entscheidend ist nicht die Aufsicht, sofern nicht grob fahrlässig gehandelt wurde, sondern dass der Hund an sich versichert ist.

Fred fasst das Wichtigste zur Haftpflichtversicherung zusammen.

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Besonderheiten bei der Pferdehaftpflichtversicherung

Pferdehalter sollten ebenso wie Hundehalter ihre Tiere zusätzlich mit einer Haftpflicht versichern, um Forderungen von Dritten, die Schaden durch das Pferd erlitten haben, nicht selbst tragen zu müssen. Dabei decken die meisten Versicherungen viele Bereiche der Pferdehaltung ab. Dazu gehören auch Schäden, die zum Beispiel bei Kutschfahrten oder beim Transport des Pferdes entstehen. Einige Anbieter versichern zusätzlich auch Turniere und Rennen oder aber die gelegentliche Tätigkeit als Reitlehrer für den Halter zusammen mit dem versicherten Pferd.

Mit einer Pferdehaftpflicht sind auch andere Reittiere wie Ponys oder Esel versichert. Außerdem gilt die Versicherung auch bei Reitbeteiligungen. Ob weitere Reiter, sogenannte Fremd- oder Gastreiter, auch mitversichert sind, sollte man bei den Tarifdetails prüfen. Der Deckungsumfang richtet sich nach dem gewählten Tarif.

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Kfz-Haftpflichtversicherung

Fred fährt AutoWer in Deutschland ein Auto anmeldet, muss auch einen Versicherungsnachweis mitbringen. In der Kfz-Versicherung ist bereits eine spezielle Autohaftpflicht enthalten. Da der Straßenverkehr als besonderer Risikofaktor angesehen wird, hat der Gesetzgeber veranlasst, dass eine Kfz Haftpflichtversicherung für alle verpflichtend ist. Das heißt, dass jedes Auto im Straßenverkehr über eine Versicherung verfügen muss, um bei Personen- und Sachschaden entsprechende Schadensersatzzahlungen leisten zu können.

Die normale Haftpflichtversicherung gilt auch im Straßenverkehr, aber nur für Fußgänger und Radfahrer. Wenn diese einen Unfall verursachen, auch wenn sie Autos beschädigen, greift die private Haftpflichtversicherung.

Mieter und Eigentümer

Eine Haftpflichtversicherung sichert den privaten Bereich ab. Dazu gehört auch das eigene Zuhause. Je nachdem ob man zur Miete wohnt oder Hausbesitzer ist, bietet die private Haftpflicht unterschiedliche Vorteile.

Eins gilt es aber sowohl für Mieter als auch Eigentümer zu beachten: Um die Einrichtung einer Wohnung (Möbel und sonstiges Inventar) abzusichern, benötigt man eine Hausratversicherung. Viele Versicherer bieten eine günstige Haftpflicht Hausrat Kombi an. Damit hat man sein Zuhause gegen die meisten Eventualitäten abgesichert.

Vorteile der Haftpflichtversicherung für Mieter

Da Mieter weder das Haus noch die Wohnung, in der sie wohnen, besitzen, müssen sie Schäden, die sie am Objekt verursachen, begleichen. In einigen Fällen hilft die Haftpflicht Mietern dabei, für die Schäden aufzukommen.

Drei große Schadensquellen, die von der privaten Haftpflichtversicherung abgedeckt werden:

  • Allmählichkeitsschäden
  • Mietsachschäden
  • Schäden durch häusliche Abwässer

Allmählichkeitsschäden

Als Allmählichkeitsschäden werden Schadensarten, die durch Feuchtigkeit, Ruß, Rauch oder Staub entstanden sind, bezeichnet. Diese treten in der Regel nicht plötzlich auf, sondern mit der Zeit, also allmählich. Ein gutes Beispiel ist eine versehentlich angebohrte Wasserleitung. Mitunter tritt über Jahre tröpfchenweise Wasser aus und schädigt nach und nach das Gemäuer. Die Reparaturkosten würde dann die Haftpflichtversicherung übernehmen.

Bis 2002 war diese Schadensart noch von der Haftpflichtversicherung ausgeschlossen, inzwischen haben diese aber viele Versicherer aufgenommen. Eine genaue Überprüfung des Tarifs in diesem Punkt lohnt sich aber in jedem Fall.

Mietsachschäden

Die Übernahme von Mietsachschäden gehört bei den meisten Haftpflichtversicherungen zum Standard-Leistungspaket. Zu den versicherten Räumlichkeiten zählen Mietwohnungen und anderweitig privat genutzte Räume, also zum Beispiel auch Garagen oder Schrebergärten.

Fred fasst das Wichtigste zur Haftpflichtversicherung zusammen.

Hotelzimmer und Ferienwohnungen

In den meisten Tarifen sind auch gemietete Hotelzimmer und Ferienwohnungen eingeschlossen. Teilweise allerdings nur für gemietete Objekte in Europa. Außerdem ist in solchen Fällen zusätzlich das Inventar mitversichert.

Versichert sind dabei Schäden an Türen, Böden und Wänden. Auch Badarmaturen und Fliesen gehören zum Leistungsumfang. Ausgeschlossen sind allerdings Schäden, die durch Verschleißerscheinungen entstehen, also zum Beispiel abgenutzte und verschrammte Türen. Bei einigen Tarifen sind Mietsachschäden nur bis zu einer bestimmten Schadenssumme abgedeckt. Auch hier lohnt sich ein genauer Haftpflicht Vergleich.

Zu den grundsätzlichen Ausschlüssen bei der Haftpflicht zählen Schäden an Heizungsanlagen. Ebenfalls ausgeschlossen sind meist Schimmel- und Glasschäden. Diese können aber über eine Zusatzoption bei der Hausratversicherung mit abgedeckt werden. Auch aus diesem Grund eignet sich für die meisten Versicherungsnehmer eine Hausrat Haftpflicht Kombi.

Schäden durch häusliche Abwässer

Freds Waschmaschine ist ausgelaufenHinter „Schäden durch häusliche Abwässer“ verbirgt sich einer der Klassiker der Missgeschicke: Die ausgelaufene Waschmaschine. Auch überlaufendes Badewasser zählt in diesen Bereich, ebenso austretendes Wasser wegen Verstopfung eines Rohrs oder der Toilette. Meist wird in solchen Fällen nicht nur an der eigenen Wohnung Schaden angerichtet, sondern auch die umliegenden Mietwohnungen sind betroffen. In solchen Fällen übernimmt die Haftpflichtversicherung die Reparatur- und Sanierungskosten, sofern diese Option zum Leistungsumfang des gewählten Tarifs gehört.

Haus- und Grundbesitzer: Haftpflicht wichtig

Auch Hauseigentümer profitieren von einer privaten Haftpflichtversicherung. Dabei muss man diese aber ganz klar von zwei weiteren Versicherungen, die für Hausbesitzer ebenfalls relevant sind, abgrenzen. Zum einen gibt es noch die Wohngebäudeversicherung, die Schäden am Haus selbst übernimmt, die zum Beispiel durch Brand oder Sturm entstehen. Zum anderen die Haus- und Grundbesitzer Haftpflicht, die vor allem für Mehrfamilienhäuser und Vermieter interessant ist. Mit der Privathaftpflichtversicherung erhalten Hausbesitzer einen Grundschutz, der durch andere Versicherungen gegebenenfalls noch ergänzt werden kann.

Entscheidend ist, dass bei der privaten Haftpflichtversicherung für Hausbesitzer viele Bereiche zwar abgedeckt sind, diese jedoch immer gewissen Einschränkungen unterliegen. Oft gelten die Regelungen nicht für Mehrfamilienhäuser oder nur bis zu einer bestimmten Schadenssumme oder Ausführungsvariante. Erschwerend kommt hinzu, dass es auch bei den diversen Versicherern große Unterschiede in den einzelnen Tarifen in diesem Bereich gibt. Als Hausbesitzer sollte man daher genau den Leistungsumfang der Haftpflichtversicherung vergleichen, um optimal geschützt zu sein.

Absicherung bei Bauvorhaben

Möchte man an seinem Haus als Bauherr kleinere Umbaumaßnahmen vornehmen, ist es nicht notwendig eine separate Bauherrenhaftpflicht abzuschließen. In der privaten Haftpflichtversicherung ist in den meisten Tarifen ein Basisschutz bei kleineren Baumaßnahmen enthalten. Was als „kleines“ Bauvorhaben gilt, richtet sich nach der Bausummenhöhe. Nur wenn die Kosten für das Bauvorhaben diesen Höchstbetrag nicht übersteigen, übernimmt die Haftpflichtversicherung die Ausgaben einer eventuell anfallenden Schadensersatzklage, die durch das Bauprojekt entstanden ist.

Je nach Tarif unterscheidet sich die Grenze, bis zu welcher Bausummenhöhe Schäden versichert sind. Ein genauer Blick in die AGBs lohnt sich hier auf jeden Fall. Vorsicht ist auch bei Basistarifen geboten. Da diese meist nur den absoluten Grundschutz bieten, kann es sein, dass die Option für Bauvorhaben ganz fehlt. Wer größere Projekte plant, etwa einen Neubau oder ein Projekt mit schwer kalkulierbaren Kosten, sollte zur Sicherheit zusätzlich eine Bauherrenhaftpflicht abschließen.

Risikofaktor Heizöltank

Wer in seinem Haus eine ölbetriebene Heizung hat, sollte ebenfalls seine Haftpflichtversicherung überprüfen. Schäden, die durch auslaufendes Öl entstehen, können Millionenhöhe erreichen, weshalb auch der Heizöltank versichert sein sollte. Nicht bei allen Anbietern ist aber der Tank mit eingeschlossen. Bei einigen wiederum nur unter gewissen Voraussetzungen, etwa bis zu einem Fassungsvermögen von 5000 Litern.

Sollte der Heizöltank des eigenen Hauses nicht in der gewählten privaten Haftpflicht enthalten sein, sollte man einen Wechsel zu einer Versicherung oder einem Tarif in Betracht ziehen, die eine entsprechende Klausel enthält. Oder aber man schließt eine zusätzliche Gewässerhaftpflicht ab. Diese deckt alle Tankbauarten und Fassungsvermögen ab.

Fred fasst das Wichtigste zur Haftpflichtversicherung zusammen.

Kleinere Gewässerschäden meist abgedeckt

Selbst wenn nur ein Farbeimer ausläuft, kann es zu erheblichen Verschmutzungen kommen. Solche Schäden, die durch kleinere Mengen verursacht werden, werden von den meisten Haftpflichtversicherungen übernommen. Entscheidend ist auch hier das Fassungsvermögen der einzelnen Behälter.

Haus- und Grundbesitzer Haftpflicht

Fred hält ein kleines Häuschen im Arm
Unter gewissen Umständen genügt für Hauseigentümer die normale private Haftpflichtversicherung nicht und man muss zusätzlich eine Haus- und Grundbesitzer Haftpflicht abschließen. Diese wird umgangssprachlich auch gerne als Vermieterhaftpflichtversicherung bezeichnet. Auch der Begriff Grundstückshaftpflicht taucht gelegentlich auf. Sie bezeichnen jedoch alle die gleiche Versicherung.

Diese zusätzliche Haus- und Grundbesitzer Haftpflicht gilt für alle Gebäude und unbebauten Grundstücke eines Eigentümers. Sie deckt Schäden ab, die durch das Gebäude oder das Grundstück selbst an Dritten entstehen. Vor allem für Vermieter ist diese Haftpflicht ein absolutes Muss. Allein ein herabfallender Dachziegel, der ein Auto oder im schlimmsten Fall eine Person trifft, kann großen Schaden anrichten und enorme Kosten verursachen.

Sonderfall bei Vermietungen

Je nachdem was bzw. wie viele Wohnungen man vermietet, genügt entweder die private Haftpflichtversicherung oder aber man muss sich zusätzlich mit einer Haus- und Grundbesitzer Haftpflicht absichern.

Entscheidend ist, ob man das Gebäude, in dem eine Wohnung vermietet wird, selbst mit bewohnt. Meist ist die Vermietung sogenannter Einliegerwohnungen, die sich in Einfamilienhäusern befinden, durch die private Haftpflicht abgedeckt. Vorausgesetzt der Versicherte wohnt ebenfalls in dem Haus. Auch hier sollte man aber genau im gewählten Haftpflicht-Tarif überprüfen, ob Vermietungen eingeschlossen sind.

Die Haus- und Grundbesitzer Haftpflichtversicherung enthält keine Klausel, die voraussetzt, dass der Versicherte mit im Haus wohnen muss. Außerdem ist diese Versicherung stärker auf Vermietungen ausgerichtet. So ist in ihr auch eine Forderungsausfalldeckung für Mietsachschäden enthalten. Das heißt, wenn der Mieter für von ihm verursachte Schäden nicht aufkommt, springt die Haus- und Grundbesitzer Haftpflicht ein. Auch Personal, zum Beispiel Hausmeister, Gärtner usw., ist in der Versicherung mit erfasst. Sollten diese sich bei der Arbeit verletzen, übernimmt die Schadensersatzforderungen die Haus- und Grundbesitzer Haftpflicht.

Schlüsselversicherung

Fred hat sich ausgesperrt

Eine Schlüsselversicherung ist vor allem für Mieter und Berufstätige, die einen Schlüssel für ihren Arbeitsplatz haben, interessant. Diese Option der Haftpflicht versichert Schäden, die durch den Verlust von Schlüsseln entstehen.

Diese Kosten übernimmt die Haftpflicht bei Schlüsselverlust

Dabei kommt die Haftpflichtversicherung aber nicht für Schäden auf, die durch einen Einbruch mit einem verlorenen Schlüssel zustande kommen. Stattdessen kommt sie für den Austausch der Schlösser auf, der notwendig wird, wenn ein Schlüssel verloren geht. Gerade in großen Mietshäusern müssen zahlreiche Schlösser ausgetauscht werden, teilweise ganze Schließanlagen. Das kann schnell mehrere Tausend Euro kosten. Diese Kosten übernimmt eine Haftpflicht mit Schlüsselversicherung.

Außerdem werden die Kosten für einen Sicherheitsdienst übernommen, falls der Vermieter einen solchen bis zum Austausch der Schlösser engagiert. Wie bei vielen anderen Bereichen der Haftpflichtversicherung sind aber auch hier die Summen, die übernommen werden, gedeckelt. Das heißt, dass die Versicherung nur bis zu einem vorab festgelegten Betrag bereit ist zu zahlen.

Es bietet sich an, die übernommenen Summen der Schlüssel Haftpflicht zu vergleichen und die eigene Wohnsituation zu überprüfen. Je mehr Parteien und Zugänge (auch Tiefgaragen, Gemeinschaftsräume, etc.) es im Wohnhaus gibt, desto größer sollte die Versicherungssumme für die Schlüsselversicherung sein. Denn desto höher sind die Folgekosten im Falle eines verloren gegangenen Schlüssels.

Was bedeutet „fremder, privater Schlüssel“?

Im Versicherungsvertrag wird die Formulierung „Verlust fremder, privater Schlüssel“ verwendet. Das klingt für viele zunächst verwirrend. Welche Schlüssel sind damit denn gemeint? Im Grunde alle Schlüssel, die der Versicherte im privaten Bereich nutzt und die er nicht besitzt, sondern quasi nur „geliehen“ hat.

Ein Beispiel macht es deutlicher: Ein Mieter erhält für die gemietete Wohnung einen Schlüssel. Diesen besitzt er aber nicht. Der Vermieter, dem die Wohnung und damit auch der Schlüssel gehört, überlässt diesen dem Mieter nur zur Nutzung. Für den Mieter ist dieser Schlüssel also nicht sein eigener, sondern ein fremder Schlüssel. Außerdem handelt es sich dabei um einen privat genutzten Schlüssel. Das heißt, ein Wohnungsschlüssel für eine Mietwohnung ist ein fremder, privater Schlüssel.

Berufliche Schlüssel extra versichern

Wer auch vom Arbeitgeber Schlüssel erhält, sollte diese extra absichern. Denn auch wenn im gewählten Haftpflicht-Tarif eine Schlüsselversicherung enthalten ist, muss sie auch explizit für berufliche Schlüssel gelten. Die Versicherer unterscheiden nämlich ganz klar zwischen fremden privaten und fremden beruflichen Schlüsseln.

Dies ist auch verständlich, denn in der Regel sind an Arbeitsstätten mehr Schlösser und kompliziertere Schließanlagen vorhanden. Berufliche Schlüssel sollten also mit einer höheren Versicherungssumme bedacht werden.

Schlüsselversicherung mit in der Haftpflicht?

Mit der Versicherung bei Schlüsselverlust gehen die verschiedenen Haftpflicht Anbieter unterschiedlich um. Einige haben die Schlüsselversicherung als eine Zusatzoption im Angebot, die zu jedem Tarif dazu gebucht werden kann. Dies gilt auch für den Verlust beruflicher Schlüssel. Bei anderen Versicherern kommt es auf den gewählten Tarif an, ob die Schlüsselversicherungen enthalten sind.

Fred fasst das Wichtigste zur Haftpflichtversicherung zusammen.

Selbstbeteiligung

Einige Versicherer verlangen auch bei der Schlüsselversicherung eine Selbstbeteiligung. Wer diese vermeiden möchte, sollte genau die Leistungen der verschiedenen Haftpflichtversicherungen vergleichen.

Wer braucht eine Schlüsselversicherung?

Die Frage, ob eine Schlüsselversicherung sinnvoll ist, lässt sich relativ einfach beantworten: Man sollte dies von den genutzten Schlüsseln abhängig machen. Eigenheimbesitzer brauchen keine Haftpflicht für Schlüsselverlust, denn die Schlüssel zu ihrem Haus gehören ohnehin ihnen und somit kommt die Versicherung auch nicht für den Schlösseraustausch auf. Schließlich wird nur der Verlust fremder Schlüssel übernommen. Das gleiche gilt für Inhaber einer Eigentumswohnung. Auch hier handelt es sich um den eigenen Schlüssel und ein Austausch wird nicht erstattet.

Für Bewohner einer Mietwohnung ist eine Schlüsselversicherung durchaus sinnvoll. Hier müssen bei einem verlorenen Schlüssel meist mehrere Schlösser ausgetauscht werden. Je mehr das sind, desto teurer wird es. Besser ist es, sich gegen diese Kosten zu versichern.

Die Versicherung beruflicher Schlüssel sollte man ebenfalls nur bei Bedarf abschließen. Wer keine Schlüssel, Chipschlüssel oder Zugangskarten zu seiner Arbeitsstelle besitzt, kann sich die Versicherung sparen. Hat man aber berufliche Schlüssel, sollte man diese auch versichern. Die Kosten können bei Arbeitsschlüsseln enorm sein, da es oft zahlreiche Zugänge gibt und die Schließanlagen oft komplizierter sind als in Privathäusern.

Fred passt beim Fahrrad fahren nicht auf

Haftpflichtversicherung: Ausland eingeschlossen?

Mit einer Haftpflichtversicherung kann man sich und seine Lieben optimal vor den Tücken des Alltags schützen, doch wie sieht es im Ausland aus? Ist man dort ebenfalls geschützt? Die gute Nachricht ist: Auch im Ausland greift die Haftpflichtversicherung. Allerdings gilt dies nicht unbegrenzt und je nach Tarif unterscheidet sich der Umfang. Aber selbst mit einer Basis-Versicherung ist ein Großteil der Alltagssituationen abgedeckt.

Wie lange gilt die Haftpflicht im Ausland?

Der Versicherungsschutz im Ausland ist zeitlich begrenzt. Aber keine Angst: Normale Urlaubsreisen überschreiten den maximalen Zeitraum nicht. Die Eingrenzung betrifft vor allem Menschen, die sich für längere Zeit im Ausland aufhalten, zum Beispiel aus beruflichen Gründen.

Bei den maximalen Zeiträumen wird zwischen dem EU-Ausland und dem Rest der Welt unterschieden. Der Haftpflichtschutz in der EU gilt in der Regel länger. Je nach Tarif reichen die Maximalzeiten von drei bis fünf Jahre. Einige Versicherer bieten unbeschränkten Haftpflichtschutz im EU-Ausland. Für die restliche Welt gelten kürzere Zeitperioden, in denen die Haftpflicht im Ausland gültig bleibt. Je nach Versicherer und Tarif unterscheidet man hier zwischen einem und fünf Jahren Auslandsaufenthalt.

Im Zweifelsfall sollte man sich vor einem längeren Aufenthalt im Ausland erkundigen, welche Fristen gelten. Meist ist auch möglich, den Tarif individuell auf die Situation anzupassen und einen längeren Versicherungszeitraum im Ausland zu vereinbaren.

Fred fasst das Wichtigste zur Haftpflichtversicherung zusammen.

Unbedingt beachten bei der Haftpflichtversicherung Ausland:

Wichtig ist, dass der Auslandsaufenthalt nur vorübergehend ist, um den Versicherungsschutz auch im Ausland aufrecht zu erhalten. Es muss daher dauerhaft ein fester Wohnsitz in Deutschland auch während des Auslandsaufenthalts bestehen bleiben.

Das enthält die Haftpflichtversicherung im Ausland

Generell gelten die gleichen Klauseln und Versicherungsbedingungen wie im Inland. Das heißt, wenn der Versicherte unbeabsichtigt Schaden verursacht, übernimmt die Haftpflichtversicherung die Schadensersatzkosten.

Da die meisten zum Urlaub machen ins Ausland fahren, wird in einem Großteil der Versicherungsverträge eine wichtige Ergänzung gemacht: Schäden, die an gemieteten Hotelzimmern und Ferienwohnungen entstehen, sind dann mit eingeschlossen. Hier gibt es deutliche Tarifunterschiede: Manche Anbieter versichern nur bis zu einer bestimmten Summe, andere wiederum nur für das europäische Ausland. Wer hier Wert auf umfassenden Schutz legt, sollte nicht nur einen Tarif der Premium-Kategorie wählen, sondern auch die einzelnen Angebote genau vergleichen.

Hier Haftpflicht vergleichen

Schadensfall im Ausland

Auch bei einem Schadensfall im Ausland sollte sofort die Versicherung informiert werden. Diese kann auch wichtigen Rechtsbeistand leisten! Die Vorgehensweisen in anderen Ländern sind teilweise sehr unterschiedlich und es ist besser, sich fachmännischen Rat zu holen.

In einigen Ländern ist es auch üblich, dass eine Kaution als Sicherheit hinterlegt werden muss, bis die eigentliche Schadensersatzsumme ermittelt wurde und alle weiteren Details geklärt sind. Diese Kaution übernimmt in den meisten Fällen ebenfalls die Haftpflichtversicherung. Sollte die Kaution wieder ausbezahlt werden, muss der Versicherte sie selbstverständlich wieder an den Haftpflicht-Anbieter zurückzahlen.

Sonderfall: Haftpflichtversicherung bei Vermietungen im Ausland

Wer ein Haus oder eine Wohnung im Ausland besitzt und diese vermieten möchte, sollte überprüfen, ob auch Vermietungen im Ausland im gewählten Tarif enthalten sind. Meist ist die Vermietung nur innerhalb Europas und nur in einem Premium-Tarif enthalten. Ein genauer Blick in die AGBs der Haftpflichtversicherung lohnt sich hier als Besitzer von Ferienimmobilien.

Studenten: Haftpflicht für Auslandssemester

Gerade Studenten gehen oft für längere Zeit ins Ausland, um zum Beispiel ein Auslandssemester zu absolvieren oder aber ein Praktikum zu machen. Für sie gelten die gleichen Regeln bei den Aufenthaltszeiten im Ausland. Das heißt, sie müssen keine gesonderte Versicherung für den Auslandsaufenthalt abschließen – egal, ob sie selbst versichert oder in der Familienversicherung der Eltern mit einbezogen sind. Das gilt auch für Schüler, die für ein Austauschjahr in ein anderes Land gehen.

Ist der Student aber weder selbst noch bei den Eltern versichert, dann sollte er sich vor einem Auslandsaufenthalt eine eigene Haftpflichtversicherung zulegen. Entscheidend sind vor allem die unterschiedlichen Rechtssysteme und Verpflichtungen zur Versicherung. Gerade eine Forderungsausfalldeckung und die Rechtsberatung im Schadensfall sind für Auslandsaufenthalte besonders hilfreich.

Aber Achtung: Für Jobs im Ausland gilt die private Haftpflichtversicherung nicht. Wer das beliebte „Work and Travel“ betreiben möchte, braucht für das Arbeiten eine Zusatz-Versicherung bzw. sollte sich vor Ort beim Arbeitgeber erkundigen, ob man sich extra absichern muss.

Die richtige Versicherung für alle Lebensbereiche

Die private Haftpflichtversicherung deckt zwar große Teile des Lebens ab. Allerdings gibt es immer wieder auch Bereiche, bei denen Versicherten unklar ist, ob diese in der Haftpflicht enthalten sind oder ob eine zusätzliche Versicherung notwendig ist. Im Folgenden wird deshalb erläutert, welche zusätzlichen Lebensbereiche bereits in der normalen privaten Haftpflichtversicherung abgedeckt sind und an welcher Stelle eine weitere Versicherung notwendig ist.

Berufshaftpflichtversicherung und Betriebshaftpflicht

Fred ist umringt von PapierkramEinen Großteil ihrer Zeit verbringen die Menschen in der Arbeit. Und gerade dort kann es auch schnell zu Unfällen kommen. Die private Haftpflichtversicherung gilt in der Regel nicht bei Missgeschicken, die während der Ausübung eines Berufes passieren. Dafür sind extra Versicherungen notwendig.

Umgangssprachlich kommt es dabei oft zu einer Vermischung der Begriffe „Berufshaftpflicht“ und „Betriebshaftpflicht“. Beide Versicherungen schützen Personen bei der Ausübung ihres Berufes bei Schadensersatzforderungen. Die Betriebshaftpflicht gilt dabei, wie der Name schon sagt, für Betriebe und deren Mitarbeiter. Sie ist damit für alle gewerbetreibenden Betriebe sinnvoll, so auch für Handwerks- und Industriefirmen. Die Berufshaftpflicht wiederum gilt für bestimmte Berufsgruppen, etwa Anwälte oder Ärzte, die sich selbst und ihre Mitarbeiter verpflichtend versichern müssen.

Eine genaue Trennung und Zuschreibung der beiden Haftpflichtversicherungen gibt es nicht. Selbst Versicherungen verwenden beide Begriffe uneinheitlich und geben keine klare Definition ab. Der genaue Unterschied wird aber bei den konkreten Leistungen und Versicherungsumfängen deutlich.

Betriebshaftpflicht

Eine Betriebshaftpflichtversicherung wird vom Arbeitgeber abgeschlossen und gilt für die Mitarbeiter einer Firma. Damit sind Schadensersatzforderungen bei Personen-, Sach- und Vermögensschäden von Dritten (in diesem Fall nicht Betriebsangehörige) abgesichert.

Für die verschiedenen Branchen gibt es oft gesonderte betriebliche Haftpflicht-Tarife. Dies ist sinnvoll, denn je nach Bereich unterscheiden sich die Risiken und Gefahrensituationen. Eine Betriebshaftpflicht für ein Bauunternehmen muss mehr Risiken abdecken als eine Haftpflicht für eine Agentur, die lediglich Büromitarbeiter beschäftigt.

Für herstellende Betriebe gibt es auch Haftpflichtversicherungen, bei denen die hergestellten Produkte mitversichert sind. Sollte durch ein Produkt der Firma ein Schaden entstehen, greift in so einem Fall die entsprechende Haftpflichtversicherung.

Berufshaftpflichtversicherung

Eine extra Berufshaftpflicht brauchen bestimmte Berufsgruppen, die ein erhöhtes Risiko haben, anderen Personen Schaden durch ihre Tätigkeit zuzufügen. Tatsächlich gibt es einige Berufsarten, die vom Gesetzgeber verpflichtet werden, eine entsprechende Versicherung abzuschließen, um ihre Kunden vor Fehlberatungen und -handlungen zu schützen.

Zu den Berufen, die eine eigene Berufshaftpflicht abschließen müssen, gehören unter anderem:

  • Freiberufliche medizinische Berufe: Ärzte, Zahnärzte, Apotheker, Hebammen
  • Freie Architekten und Bauingenieure
  • Juristisch-beratende Berufe: Rechtsanwälte, Notare, Steuerberater, Wirtschaftsprüfer

Haftpflichtversicherung für Selbständige

Je nachdem welche selbständige Tätigkeit man ausübt, kann es sinnvoll sein, sich durch eine zusätzliche Berufshaftpflicht zu versichern. Entscheidend ist die Frage: Welcher Schaden an Personen, Sachen oder Vermögen kann durch die Ausübung schlimmstenfalls entstehen? In den meisten Fällen ist es besser, sich zusätzlich abzusichern.

Im Gegensatz zur Privathaftpflichtversicherung werden Berufshaftpflichtversicherungen von den Anbietern sehr individuell gestaltet. Dies hat dann selbstverständlich auch Auswirkungen auf die Beiträge. Als Freiberufler ist es in jedem Fall besser sich ausführlich beraten zu lassen. Die meisten Anbieter haben auch spezielle Berufs- und Betriebshaftpflichtversicherungen im Programm.

Fred fasst das Wichtigste zur Haftpflichtversicherung zusammen.

Extra-Tipp für Freiberufler:

Berufsverbände informieren oft ausführlich, welche Versicherungen man als Ausübender braucht und auf welche Klauseln man speziell beim gewählten Beruf achten muss. Von einigen Organisationen wird auch eine individuelle Beratung angeboten.

Sonderfall: Haftpflichtversicherung für Beamte

Beamte und Angestellte des Öffentlichen Dienstes können eine sogenannte Amtshaftpflicht (oft auch Diensthaftpflicht) abschließen. Dies ist eine eigene Berufshaftpflicht speziell für Angestellte des Staates. Sie gilt für alle Personen und Tätigkeiten, die im Rahmen des Staatsdienstes ausgeführt werden. Die Amtshaftpflichtversicherung schützt vor den Forderungen Dritter, die sich aus einer Fahrlässigkeit des Staatsdieners ergeben.

Ein einfaches Beispiel: Ein Beamter lehnt einen Antrag ungerechtfertigterweise ab und dem Antragsteller entsteht dadurch ein Schaden. Der Antragsteller kann dann auf Schadensersatz klagen. Um in solchen Fällen geschützt zu sein, empfiehlt sich für Beamte und Mitarbeiter des öffentlichen Dienstes eine Amtshaftpflicht.

Amtshaftpflicht auch für Lehrer

Pädagogen brauchen keine gesonderte Lehrer Haftpflichtversicherung. Es genügt, wenn sie eine Amtshaftpflichtversicherung abschließen. Privatlehrer, auch andere pädagogische Berufe wie zum Beispiel Reitlehrer, benötigen eine Berufshaftpflicht – sofern sie nicht im Staatsdienst tätig sind.

Fred fasst das Wichtigste zur Haftpflichtversicherung zusammen.

Haftpflichtschutz auch für Verein und Ehrenamt

Ein Großteil der Deutschen engagiert sich in seiner Freizeit ehrenamtlich oder in einem Verein. Wie steht es bei solchen Tätigkeiten mit dem Haftpflichtschutz? Da es sich bei Verein und Ehrenamt ja um private Aktionen handelt, könnte man davon ausgehen, dass auch hier die Privathaftpflichtversicherung greift. Allerdings gilt diese Annahme nicht uneingeschränkt.

Im Verein

Wer sich in einem Verein engagiert, sollte auch bei dieser Tätigkeit geschützt sein. Daher ist es wichtig zu wissen, ob der Verein über eine spezielle Vereinshaftpflicht abgesichert ist. Insbesondere kleinere Vereine mit nur wenigen Mitgliedern denken oft nicht an diese sinnvolle Zusatzversicherung.

Einige private Haftpflichtversicherungen sichern Schadensersatzfälle, die im Rahmen einer Vereinstätigkeit passieren, ebenfalls ab. Meist trifft dies aber nur auf bestimmte Tarife zu. Nicht jeder Anbieter und jeder Tarif springt ein, wenn keine Vereinshaftpflicht besteht. Ein genauer Vergleich der Konditionen ist hier sinnvoll.

Durch das „Gesetz zur Stärkung des Ehrenamtes“ aus dem Jahr 2013 sind Vereinsmitglieder allerdings ohnehin nicht haftbar, sofern sie unentgeltlich tätig sind bzw. ihr Verdienst 720 Euro im Jahr nicht übersteigt. Außerdem darf der Schaden nicht durch Vorsatz oder grobe Fahrlässigkeit entstehen, die Handlung darf also im juristischen Sinne nicht schuldhaft sein.

Fred fasst das Wichtigste zur Haftpflichtversicherung zusammen.

Vereinsvorstände extra absichern

Die meisten Vereinstätigkeiten sind in vielen Haftpflicht-Tarifen enthalten. Doch wenn man eine besonders verantwortungsvolle Position innerhalb des Vereins ausübt, wie etwa Vorstand oder Kassenwart, ist dies bei der privaten Haftpflichtversicherung oft ausgeschlossen. Dann sollte man sich mit einer separaten Haftpflicht für den Verein extra absichern.

Ehrenamt

Ähnliches wie bei Vereinstätigkeiten, gilt beim Ehrenamt. Auch hier ist es sinnvoll, sich zu erkundigen, ob die Organisation oder Einrichtung entsprechende Vorkehrungen für ihre Helfer getroffen hat. Entsprechend gilt auch hier das „Gesetz zur Stärkung des Ehrenamtes“, das nur bei grober Fahrlässigkeit und Vorsatz den freiwilligen Helfer nicht von seiner Haftung entbindet.

Auch ehrenamtliche Tätigkeiten sind Teil einiger Haftpflicht-Tarife. Bei den einzelnen Versicherern wird dabei oft nicht zwischen Ehrenamt und Verein unterschieden. Meist sind auch verantwortungsvolle Positionen wie Vorstandsposten vom Versicherungsschutz ausgeschlossen.

Vereinshaftpflichtversicherung

Für einen Verein kann eine spezielle Vereinshaftpflicht abgeschlossen werden. Dies ist sinnvoll, da der Verein für alle Schäden, die durch seine Tätigkeiten entstehen, haften muss. Mit einer Vereinshaftpflicht kann man alle Mitglieder des Vereins sowie den Vorstand bei Tätigkeiten im Namen des Vereins versichern.

Im Grunde funktioniert die Vereinshaftpflicht genauso wie eine Privathaftpflicht: Bei Schadensforderungen Dritter prüft die Versicherung die Rechtmäßigkeit und zahlt gegebenenfalls die Schadensersatzforderungen oder aber vertritt bei einem Widerspruch gegen die Anklage rechtlich den Verein.

In den Versicherungstarifen wird auf Spezialfälle, wie etwa Veranstaltungen, erhöhtes Risiko bei Sportvereinen, etc. eingegangen. Zahlreiche Anbieter haben eine Vereinshaftpflicht im Angebot. Allerdings sollte der Tarif genau auf die Ansprüche des jeweiligen Vereins zugeschnitten werden.

Außergewöhnliche Hobbies – nicht immer in der Haftpflicht eingeschlossen

Eine Privathaftpflichtversicherung sichert alltägliche Risiken ab. Es gibt aber auch außergewöhnliche Aktivitäten, wie zum Beispiel Fallschirmspringen oder Autorennen, die als besonders risikoreich eingeschätzt werden und deshalb von der Haftpflichtversicherung ausgeschlossen werden.

Auf die Sportart kommt es an

Fred fährt unbeholfen Ski

Grundsätzlich ist auch Sport bei einer privaten Haftpflicht eingeschlossen, sofern er nicht beruflich ausgeübt wird. Professionelle Sportler benötigen eine spezielle Berufshaftpflichtversicherung, falls sie nicht über einen Verein oder anderen Arbeitgeber versichert sind.

Je nach Tarif und Anbieter stecken beim Thema Sport die Unterschiede im Detail. Einige Versicherer schließen zum Beispiel Rad-, Pferde- und Kraftfahrzeugrennen grundsätzlich aus. Auch bei Sportarten, die ein Hilfsmittel, wie Surfbretter benötigen, kann es Ausschlüsse geben. Auch Kites und Wakeboards fallen oft in diese Kategorie. Wer also einen exotischeren Sport als Fußball oder Walking betreibt, sollte seine Versicherungspolice prüfen, ob der Sport mitversichert ist.

Fahrzeuge aller Art

Autos sind grundsätzlich mit einer eigenen Kfz-Haftpflichtversicherung abgesichert. Kleinere Fahrzeuge, die man auch im privaten Rahmen nutzt, sind teilweise in der privaten Haftpflicht eingeschlossen. Dazu gehören zum Beispiel Gefährte wie Aufsitzrasenmäher, Golfwagen oder motorbetriebene Rollstühle. Als Grenzregelung dient oft eine Geschwindigkeitsbegrenzung. Außerdem dürfen die Fahrzeuge nur zu privaten Zwecken genutzt werden. Wer also beim Rasenmähen mit dem Aufsitzrasenmäher versehentlich Nachbars Tulpen inklusive Gartenzwerg zerstört, kann den Schaden von der Haftpflichtversicherung begleichen lassen.

Segelboote und Motorboote

Für Fahrzeuge zu Wasser gelten gesonderte Regelungen. Kleinere Fahrzeuge mit nur geringer Geschwindigkeit sind meistens in der privaten Haftpflicht erfasst. Anders sieht es bei größeren Segelyachten und Motorboten aus. Jeder Bootsinhaber sollte daher für sein Wasserfahrzeug eine entsprechende Bootshaftpflicht abschließen. Ähnlich wie bei einer Kfz-Haftpflicht sind damit alle Mitfahrer auf dem Boot abgesichert.

Wer kein eigenes Schiff besitzt, aber gerne eines leiht und sich als Freizeit-Kapitän betätigt, sollte über eine Skipper-Haftpflicht nachdenken. Diese ist nicht an ein bestimmtes Boot, sondern an die versicherte Person gebunden, so dass man auch bei Leihschiffen über eine Absicherung verfügt, falls diese nicht bereits durch eine Bootshaftpflicht versichert sind. In einigen europäischen Ländern ist die Skipper-Haftpflicht übrigens Pflicht, falls man ein Boot mieten möchte.

Es gibt außerdem auch eine spezielle Wassersport-Haftpflichtversicherung, bei der die meisten Sportarten und Freizeitbeschäftigungen auf dem Wasser erfasst sind. Neben Booten und Segelschiffen sind dann auch andere Fahrzeuge zum Beispiel Jet-Skis eingeschlossen. Je nach Anbieter ist die Wassersport-Haftpflicht aber mit einer Skipper- oder Bootshaftpflicht gleichzusetzen. Eine genaue inhaltliche Prüfung ist hier unerlässlich. Außerdem sollte man die Versicherung auf die persönliche Situation abstimmen und sich daran orientieren wann und wie man Wasserfahrzeuge nutzt.

Modellbau

Ein beliebtes Hobby ist der Modellbau. Egal, ob Modellflugzeuge oder Modellboote, ferngesteuerte Spielzeug-Drohnen oder Autos – auch sie können beim Gebrauch Schaden anrichten. Dann haftet der Nutzer. In den meisten Haftpflicht-Tarifen sind solche Modellfahrzeuge eingeschlossen. Einige Anbieter machen aber Einschränkungen in Bezug auf Gewicht oder Geschwindigkeit.

Fred fasst das Wichtigste zur Haftpflichtversicherung zusammen.

Drachensteigen mitversichert?

Im Herbst lassen nicht nur Kinder gerne Drachen steigen. Nicht immer ist dieses Hobby aber in der Haftpflicht erfasst. Überprüfen sollte man, ob auch Fluggeräte ohne Motor mitversichert sind. Meist gelten in diesem Bereich Gewichtsbegrenzungen. Profilenkdrachen sind unter Umständen zu schwer.

Jagdsport

Fred schläft mit einem Gewehr in der Hand

Jäger, auch Hobby-Jäger, benötigen verpflichtend eine Jagdhaftpflichtversicherung. Sie muss bei der entsprechenden Behörde vorgelegt werden, wenn man eine Jagdschein erhalten möchte. Eine private Haftpflichtversicherung reicht hier nicht aus.

Die Jagd-Haftpflicht kann man einerseits für mehrere Jahre abschließen, andererseits gibt es auch Tages-Jagd-Haftpflichtversicherungen. Diese gelten meist nur für einen kurzen Zeitraum, in der Regel 14 Tage. So sind Hobbyjäger, die nur zu einer bestimmten Saison auf Jagd gehen, günstig versichert. Übrigens sind zur Jagd ausgebildete Hunde in einer Jagd-Haftpflicht mitversichert und benötigen keine separate Hundehaftpflicht mehr.

Fred springt Fallschirm

Keine Angst vor Schäden dank der Haftpflicht:

Die Haftpflichtversicherung ist ein wahres Allround-Genie: Mit ihr kann man sich und seine Familie in allen Lebenslagen optimal gegen Schadensersatzforderungen und ungerechtfertigten Klagen absichern. Und die vielfältigen Tarife bieten passende Konditionen für jeden Leistungsbedarf. Mit einem Haftpflichtvergleich kann man außerdem noch zusätzlich sparen und für jeden Geldbeutel Angebote finden. Also besser vorsorgen, statt im Ernstfall zahlen.

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